Stormarn
Kommunalpolitik

Verwaltung will Reinbeker Schulen vergrößern

Mark-Oliver Potzahr (CDU) sieht Nachteile an einem Bau auf dem jetzigen Schulhof: „Der Neubau würde direkt an die Straße grenzen, und über ein anderes geeignetes Gelände verfügt die Stadt nicht.“

Mark-Oliver Potzahr (CDU) sieht Nachteile an einem Bau auf dem jetzigen Schulhof: „Der Neubau würde direkt an die Straße grenzen, und über ein anderes geeignetes Gelände verfügt die Stadt nicht.“

Foto: Potzahr

Möglichkeiten für das Schulzentrum am Mühlenredder im Sozial- und Schulausschuss vorgestellt. Politik bevorzugt Umbau in Etappen.

Reinbek.  Ein halbes Jahr lang erarbeiteten sie Pläne, wie sich das Reinbeker Schulzentrum am Mühlenredder künftig weiterentwickeln soll. Denn es fehlt Platz an der Gemeinschaftsschule und an der Amalie-Sieveking-Schule. In sieben Workshops sammelten Beteiligte beider Schulen, Elternbeiräte, Schülervertreter, Verwaltung sowie Politiker ihre Ideen und erstellten mithilfe des Hamburger Planungsbüros luchterhandt Raumprogramme.

Nun stellte die Verwaltung das Ergebnis der Workshops in der jüngsten Sitzung des Reinbeker Sozial- und Schulausschusses vor: Rund 1800 Qua­dratmeter werden zusätzlich benötigt, um Raum für neue Klassen- und naturwissenschaftliche Fachräume sowie Lehrerzimmer für die Gemeinschafts- und die Förderschule zu schaffen. Auch Schulaula und Mensa sollen erweitert werden.

Politiker bevorzugen einen Umbau in mehreren Etappen

Nach jetzigem Stand bestehen dafür zwei Möglichkeiten: Die erste sieht vor, für rund 13 Millionen Euro vor das bestehende Gebäude einen rund 7.700 Quadratmeter großen Neubau zu setzen und die alte Schule anschließend abzureißen. Alternativ könnte das Schulgebäude auch in drei Abschnitten umgebaut und westlich und östlich erweitert werden. Kosten: rund acht Millionen Euro. „Schon aus finanziellen Gründen ist eine Erweiterung in mehreren Abschnitten sinnvoller, zumal die Kosten über mehrere Jahre aufgeteilt werden könnten“, sagt Tomas Unglaube (SPD), Vorsitzender des Sozial- und Schulausschusses. Auch der stellvertretende Ausschussvorsitzende Mark-Oliver Potzahr (CDU) sieht Nachteile an einem Bau auf dem jetzigen Schulhof. Er sagt: „Der Neubau würde direkt an die Straße grenzen, und über ein anderes geeignetes Gelände verfügt die Stadt nicht.“

Bei einer Erweiterung in mehreren Abschnitten würden zunächst am westlichen Schultrakt neue Räume für Oberstufenschüler entstehen, bevor die Aula und das Hauptgebäude erweitert würden. Dieses Modell hält Bernd Uwe Rasch (FDP) für schlüssig. Er sagt: „Es ist sinnvoll, den Oberstufenschülern schnellstmöglich eigene Räume zur Verfügung zu stellen.“ Seit dem Schuljahr 2015/16 verfügt die Gemeinschaftsschule Reinbek am Mühlenredder über eine gymnasiale Oberstufe. Vier Jahre lang hatten sich Eltern, Schüler und Lehrer dafür eingesetzt.

Im Dezember 2014 kam dann die lang ersehnte Erlaubnis vom Kieler Bildungsministerium. Doch das führte auch zu Platzmangel: Aktuell lernen die Oberstufenschüler in zwei Containern, sogenannten mobilen Klassenräumen. Allein für die Oberstufe fehlen sechs Räume. Zurzeit befindet sich das Projekt noch in Phase Null. 2018 sollen die Bauarbeiten starten und voraussichtlich 2020 beendet sein.