Stormarn
Bürgerinitiative

Jersbeker Initiative gegen Fluglärm formiert sich

Die Arbeitsgruppe Fluglärmschutz Jersbek will eine Reduzierung der Überflüge erreichen

Foto: Klaus Bodig,Klaus Bodig / Klaus Bodig /HA

Die Arbeitsgruppe Fluglärmschutz Jersbek will eine Reduzierung der Überflüge erreichen

Gründung der Arbeitsgruppe Fluglärmschutz Jersbek jetzt offiziell. Interessierte Bürger können sich bei der Initiative informieren.

Jersbek.  Die Arbeitsgruppe Fluglärmschutz Jersbek hat sich offiziell gegründet. Die Mitglieder wollen eine Reduzierung der Überflüge erreichen. "Wir werden konstruktiv und sachlich an einer Lösung für alle mitarbeiten", sagt Cornelia Teegen. "Jeder Bürger hat das gleiche Recht auf Ruhe", so laute die Maxime der Gruppe. Im Vorjahr führten rund 30.000 der 44.000 Landeanflüge aus nordöstlicher Richtung auf den Hamburger Flughafen über den 1800-Einwohner-Ort.

"Interessierte Bürger aus Jersbek und Umgebung können sich gern bei uns informieren", sagt Cornelia Teegen. Die Arbeitsgruppe ist unter der E-Mail flsjersbek@yahoo.com zu erreichen.

Direkt über Jersbek liegt der sogenannte Final Approach Point (FAP) für Landungen aus dem Nordosten. An diesem Endanflugpunkt leitet das automatische Landesystem den finalen Sinkanflug mit dreiprozentiger Neigung ein.

Im Kreis Stormarn gibt es bereits zwei weitere Organisationen, die sich mit dem Thema befassen. Die Bürgerinitiative für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein (BAW) erweiterte ihr Gebiet im September 2014 auf das westliche Stormarn rund um Ahrensburg. Die 2012 als Bürgerinitiative Alstertal-Walddörfer (daher die Abkürzung) gegründete Gruppe hatte stets längere Anflüge gefordert, um das Hamburger Stadtgebiet zu entlasten. Standard sollten zehn nautische Meilen (NM, 18,5 Kilometer) sein – genau der Punkt über Jersbek.

Die veränderten Regeln führten zu mehr Flugverkehr über Stormarn. Im Mai 2015 gründeten engagierte Bürger die Initiative Fluglärmgeplagte Gemeinde Elmenhorst (FGE). Wegen des Einsatzes der Initiativen erhöhte sich die Zahl der Lärmbeschwerden deutlich: Im Vorjahr kamen rund 2400 der 9340 Klagen aus dem Kreis Stormarn.

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