Stormarn
Kommentar

Ahrensburg: Ein Sportbad kann auch Spaß machen

Abendblatt-Redakteur Harald Klix

Abendblatt-Redakteur Harald Klix

Foto: Birgit Schücking / HA

Dass es an der Zeit ist, die Notbremse zu ziehen, darüber herrscht Einigkeit. Doch beim Zeitplan gehen die Meinungen auseinander.

Sport- statt Spaßbad: Diese Formel wird für eine Stadt wie Ahrensburg mit 34.000 Einwohnern aufgehen. Bei der Eröffnung des Badlantic im Jahr 1983 war die Begeisterung über Wellenbad, Außenbecken, Fünf-Meter-Sprungturm, Sauna und Whirlpool groß. Eine solche Anlage war einmalig in der Region.

33 Jahre später bereiten nicht nur die immensen Betriebskosten Kopfschmerzen. Jahr für Jahr versenkt Ahrensburg Millionen Euro in dem defizitären Hallenbad – Tendenz steigend. Die Konkurrenz von neuen, moderneren und größeren Erlebnisbädern in der Nähe ist groß. Und mittlerweile auch der Sanierungsstau.

Dass es an der Zeit ist, die Notbremse zu ziehen , darüber sind sich Verwaltung, Gutachter und auch Kommunalpolitiker weitgehend einig. Doch beim Zeitplan gehen die Meinungen mal wieder auseinander.

Unbestritten sollten die Schwimmvereine in die Planung einbezogen werden. Unverständlich ist nur, warum das nicht schon längst geschehen ist. Schließlich liegt das Neubaukonzept schon seit mehr als einem Jahr öffentlich vor. Zeit genug, nach einer Meinung zu fragen – oder diese offensiv selbst zu äußern.

Das war Anfang der 80er-Jahre anders. Damals setzten sich Hunderte Bürger lautstark für das neue Hallenbad ein. Ein solcher Einsatz würde den Ahrensburgern auch jetzt gut zu Gesicht stehen. Denn wer sich nicht zu Wort meldet, darf sich hinterher auch nicht beklagen. Aber vielleicht ist die Idee, das Sportbad in zentraler Lage zu bauen, tatsächlich so überzeugend, dass es gar nicht viel zu verbessern gibt.