Stormarn
Kreistag beschliesst

Biotonne wird ab 2017 im Sommer wöchentlich geleert

Sitzung des Stormarner Kreistags am Freitag, 24. Juni 2016

Sitzung des Stormarner Kreistags am Freitag, 24. Juni 2016

Foto: Harald Klix / HA

Kreistag stimmt am Freitag für neue Regelung. Sie gilt für die Monate April bis Oktober. Für die Kunden soll es nicht teurer werden.

Bad Oldesloe.  Vom kommenden Jahr an werden die Biotonnen im Kreis Stormarn in der warmen Jahreszeit wöchentlich statt 14-täglich geleert. Diese Regelung für die sogenannte Sommer-Biotonne gilt von April bis Oktober. Das hat der Kreistag am Freitagnachmittag beschlossen. Einzig Thomas Bellizzi (FDP) stimmte dagegen.

Für die Kunden soll der zusätzliche Service nicht teurer werden. „Das war eine wichtige Vorgabe“, sagte Klaudia Rahmann (Grüne), die Vorsitzende des Umweltausschusses. Momentan kostet die braune 80-Liter-Tonne im Jahr 7,80 Euro und die große 240-Liter-Tonne 20,40 Euro. Von den 61.000 Haushalten im Kreis Stormarn haben rund 49.000 die braune Biotonne.

Mit der wöchentlichen Abfuhr soll auch das Gestank- und Ungezieferproblem gelöst werden, das in heißen Sommerwochen immer wieder auftritt. „Gerade Speiseabfälle liefern richtig viel Energie“, so Claudia Rathje (CDU). Sie ist sich sicher, den Anteil des organischen Abfalls im Restmüll von jetzt gut 40 Prozent deutlich zu senken.

Dem stimmte Heinz Hartmann (SPD) zu: „Wir brauchen kreative Lösungen für bessere Mülltrennung, das bringt für alle Seiten nur Vorteile.“ Das Projekt werde zunächst für sechs Jahre abgeschlossen. In diesem Punkt gibt es aber noch Klärungsbedarf: Der CDU-Fraktionsvorsitzende Joachim Wagner (CDU) geht nur von drei Jahren aus.

Ein Bürger aus Bargfeld-Stegen regte an, Hausbesitzer mit großen Gärten und vielen Bäumen stärker zu berücksichtigen. Im Herbst falle viel Laub an, das entsorgt werden müsse. Deshalb sollte der wöchentliche Rhythmus verlängert werden.

Behindertenbeauftragter wird im Amt bestätigt

Für weitere zwei Jahre bestätigten die Kreistagsabgeordneten den ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten Rainer Steinfeldt einstimmig im Amt. Von den Politikern bekam er viel Lob für seinen Einsatz. „Es ist eine Unsitte, vermehrt Straßen mit Kopfsteinpflaster zu belegen“, sagte der 69-Jährige aus Elmenhorst. Steinfeldt selbst ist seit mehr als 40 Jahren Vorsitzender des Sozialverbands in seinem Heimatort. Mit elf Jahren erkrankte er an Polio, er ist heute auf den Rollstuhl angewiesen.