Stormarn
Fluglärm

Initiative fordert niedrigere Flüge über Ahrensburg

Die Bürgerinitiative Fluglärmgeplagte Gemeinde Elmenhorst möchte, dass der Fluglärm in Stormarn besser verteilt wird

Die Bürgerinitiative Fluglärmgeplagte Gemeinde Elmenhorst möchte, dass der Fluglärm in Stormarn besser verteilt wird

Foto: Sven Hoppe / dpa

Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach geht für den Kreis Stormarn in die Sitzung der Fluglärmschutzkommission. Mit klarem Auftrag.

Elmenhorst.  Der Ahrensburger Bürgermeister Michael Sarach geht mit einem klaren Auftrag in die Sitzung der Fluglärmschutzkommission am Freitag, 10. Juni. Als Interessenvertreter für den Kreis Stormarn soll er dafür sorgen, dass die Mindestflughöhe von 3000 Fuß (915 Meter) über seiner Stadt aufgehoben wird. Das fordert die Bürgerinitiative Fluglärmgeplagte Gemeinde Elmenhorst (FGE). „Die Stadt Ahrensburg sollte solidarisch sein und dazu beitragen, den Fluglärm über Stormarn ausgewogen zu verteilen“, sagt FGE-Sprecherin Barbara Gosch.

Momentan sei das wegen der Mindestflughöhe im Bereich Ahrensburg nicht der Fall. „Nach unseren Berechnungen erfolgen bis zu 90 Prozent der Landeanflüge aus dem Hamburger Osten über den Korridor von zehn bis zwölf nautischen Meilen“, sagt Gosch. Zehn Meilen (NM) – rund 18,5 Kilometer – bis zum Hamburger Flughafen entsprechen der Linie Bargteheide/Jersbek. Dort schwenken die Flugzeuge auf den sogenannten Gleitpfad ein.

Endanflug über Ammersbek-Hoisbüttel ist für Piloten aufwendiger

Der Zehn-Meilen-Endanflug ist seit etwa zwei Jahren Standard. Die zuvor auch üblichen Kurzanflüge ab vier NM waren nach Beschwerden aus den Hamburger Walddörfern gestrichen worden. Nach Zustimmung des Piloten sind jetzt statt zehn auch sieben NM (Höhe Ammersbek-Hoisbüttel) möglich. Laut Deutscher Flugsicherung liegt die Flughöhe dort bei etwa 2300 Fuß (700 Meter). Bei einem Anflug über Ahrensburg müsste auf dem restlichen Weg aufwendig Höhe abgebaut werden. „Ein Wegfall der 3000 Fuß Mindestflughöhe würde es den Piloten leichter machen und ein gleichmäßiges Sinken auf die Endanflughöhe ermöglichen“, so die Flugsicherung.

Unterdessen klagt die Bürgerinitiative für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein (BAW) über unzumutbaren Lärm: Weil die Start- und Landebahn Norderstedt/Alsterdorf bis 14. Juni für Wartungsarbeiten gesperrt ist, gibt es deutlich mehr Flüge über Westen und Nordosten.