Stormarn
Grosshansdorf

Die Küche der LungenClinic übernimmt Schulzentrum-Mensa

Großhansdorfs Bürgermeister Janhinnerk Voß, Stefan Gertz (Leiter Grundschule Schmalenbeck), Susanne Quante (Gf. LungenClinic Ghd. und des Tochterunternehmens GVS GmbH - Großhansdorfer Verpflegungsservice), Rainer Kuske (Leiter Emil-von-Behring-Gymnasium), Sabina Cambeis (Leiterin Friedrich-Junge-Schule) und Björn Witte (Küchenleitung GVS) vor der Mensa

Großhansdorfs Bürgermeister Janhinnerk Voß, Stefan Gertz (Leiter Grundschule Schmalenbeck), Susanne Quante (Gf. LungenClinic Ghd. und des Tochterunternehmens GVS GmbH - Großhansdorfer Verpflegungsservice), Rainer Kuske (Leiter Emil-von-Behring-Gymnasium), Sabina Cambeis (Leiterin Friedrich-Junge-Schule) und Björn Witte (Küchenleitung GVS) vor der Mensa

Foto: Lutz Wendler / HA

Das Essen für Schüler an drei Großhansdorfer Schulen wird vor Ort frisch zubereitet. Am 5. September startet das neue Konzept.

Ahrensburg.  So einfach und so langweilig wird es Björn Witte sich und seinen Mitarbeitern nicht machen, dass er den neuen Kunden fast nur das serviert, was Großhansdorfs Bürgermeister Janhinnerk Voß als die drei „P“ bezeichnete: „Pizza, Pasta, Pommes, also das, was bei fast allen Kindern am besten ankommt.“ Witte will stattdessen Abwechslung und Qualität auf den Tisch bringen und skeptische Esser damit so neugierig machen, dass sie gerne Unbekanntes probieren und schnell Vorbehalte abbauen.

Als Küchenleiter der Großhansdorfer Verpflegungsservice GmbH (GVS) ist Björn Witte vom 5. September an für die Bewirtung der Mensa im Großhansdorfer Schulzentrum verantwortlich. Bürgermeister Voß, auch Vorsteher des Schulverbands Großhansdorf, hat einen Zweijahresvertrag abgeschlossen und hofft auf mehr Kontinuität – in den zehn Jahren des Bestehens der Mensa im Schulzentrum hatten dort nacheinander drei Großküchen aus dem Umland vergeblich versucht, Schüler und Lehrer mit ihrem Catering zufrieden zu machen.

Neues Konzept: Regionale Produkte vor Ort zubereiten

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah, könnte das Motto für den Neubeginn lauten. Die GVS ist als Tochterunternehmen der Lungenclinic für die Versorgung von bis zu 280 Patienten und 100 Mitarbeiter verantwortlich. Darüber hinaus bekocht sie auch Kitas und die Grundschule Wöhrendamm in Großhansdorf – es lag also nahe, zusätzlich die Schulzentrums-Mensa zu versorgen. Dort essen mittags 100 bis 120 Kinder der Grundschule Schmalenbeck und darüber hinaus weniger regelmäßig Jugendliche der Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule und des Emil-von-Behring-Gymnasiums. Alle drei Schulleiter sagen, dass sich ihre Schüler, von denen einige in der LungenClinic schon zur Probe hatten essen können, auf die neuen Köche freuen.

Die GVS versteht sich als Vorreiter einer Mensa- und Krankenhausküche, die nicht auf langfristige, sich oft wiederholende Speisepläne mit Vorfabriziertem setzt, sondern möglichst viel mit regionalen Produkten vor Ort frisch kocht – Schnitzel sollen in der Mensa gewürzt, paniert und gebraten und nicht als aufbereitete Tiefkühlkost serviert werden. „Selbstgekocht duftet und ist auch sonst ein anderes sinnliches Erlebnis“, sagt Susanne Quante, die als kaufmännische Geschäftsführerin der LungenClinic auch für die GVS verantwortlich ist.

Kinder können sich zwischen zwei Gerichten entscheiden

Für die Schulmensa wird ein Koch eingestellt. Die vier Teilzeitkräfte, die schon jetzt dort arbeiten, werden weiterbeschäftigt. Betrieben wird die Mensa-Küche von 9 bis 14 Uhr. Schüler können zwischen zwei Gerichten für je 3,50 Euro wählen – plus einem alternativen Standard-Snack. Das Mensa-Essen wird sich von der Patientenversorgung in der Klinik deutlich unterscheiden, weil Kinder, so Witte, ganz andere Bedürfnisse hätten. Gemeinsam ist beidem der Anspruch auf Qualität. Susanne Quante: „Das kostet mehr, aber wir leisten uns das bewusst.“