Stormarn
Politik

Wie zwei Ahrensburger Firmen vom Geld der EU profitieren

Bodo Müller (zweiter v.l.), Geschäftsführer der JOB GmbH, erklärt Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (l.), Bürgermeister Ahrensburg Michael Sarach und EU-Kommissionsdirektor Erich Unterwurzacher (r.) wie eine Glasampullenmaschine funktioniert

Bodo Müller (zweiter v.l.), Geschäftsführer der JOB GmbH, erklärt Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (l.), Bürgermeister Ahrensburg Michael Sarach und EU-Kommissionsdirektor Erich Unterwurzacher (r.) wie eine Glasampullenmaschine funktioniert

Foto: Isabella Sauer / HA

Die Firmen Basler und JOB Thermo Bulbs haben neue Produkte mit Hilfe der Fördermittel entwickelt. Sie investieren weiter in Forschung.

Ahrensburg.  Fast 800 Millionen Euro fließen aus dem Fördertopf der Europäischen Union (Förderzeitraum 2014 bis 2022) in das Land Schleswig-Holstein. Doch welche Stormarner Unternehmen profitieren davon? Zum Beispiel die Basler AG und das Unternehmen JOB Thermo Bulbs in Ahrensburg.

Am Mittwoch bekamen die Firmen Besuch vom österreichischen EU-Kommissionsdirektor Erich Unterwurzacher und Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer. Mit weit geöffneten Augen schaute Meyer auf einen großen Bildschirm. Firmengründer Norbert Basler erklärte neue Forschungsergebnisse und sagte: „Wir stellen um die 500 verschiedenen Varianten an Kameras her. Diese hier erfasst geometrische Daten.“ So könne zum Beispiel gemessen werden, wie lange Licht unterwegs sei. Genutzt werden könnten solche Kameras bei selbstfahrenden Fahrzeugen oder im Bereich der Logistik. „In wenigen Wochen geht diese Kamera auf den Markt“, sagte Basler stolz. Der Versandhändler Amazon habe bereits Interesse an diesen Kameras angemeldet. 350 Prototypen habe Amazon erhalten.

Rund 700.000 Euro bekam Basler für ein Projekt

Aber nicht nur in dieses Forschungsprojekt floss Fördergeld der EU. Mit Hilfe des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) konnte die Firma Basler auch eine neue Kamera für die Inspektion von Dünnschicht-Solarmodulen entwickeln. „Das hat uns knapp drei Millionen Euro gekostet, rund 700.000 Euro kamen von der EU“, sagte Basler.

Für die Politiker ging es weiter zur Firma JOB Thermo Bulbs, die thermisch auslösende Glasampullen für automatische Sprinkler entwickelt, herstellt und vertreibt. Geschäftsführer Bodo Müller erklärte dem Wirtschaftsminister, wie die Glasampullen funktionieren. Bode: „Sie zerplatzt bei einer definierten Temperatur, öffnet den Sprinkler und gibt dann das Löschwasser frei.“

Mit Hilfe von EU-Fördermitteln wurde 2015 ein neues Produkt auf den Markt gebracht, welches den Entstehungsbrand bei einer Photovoltaikanlage sofort löscht. Bode: „Wir sorgen weltweit für mehr Sicherheit.“