Stormarn
Barsbüttel

Bürger wollen ehemalige Kneipe für Treffen nutzen

Man müsse zunächst einmal mit dem Mieter über das Vorhaben sprechen, findet Wolfgang Böckmann von der CDU

Man müsse zunächst einmal mit dem Mieter über das Vorhaben sprechen, findet Wolfgang Böckmann von der CDU

Foto: Birgit Schücking,Birgit Schücking / Birgit Schücking

Politik diskutiert über die Nutzung der ehemaligen Kneipe. Verwaltung ist mit Kostenschätzung für Herrichtung der Räume beauftragt.

Barsbüttel.  Der Verein „Gemeinsam für Willinghusen“ möchte die Räume der ehemaligen Gaststätte Willinghusen als Begegnungs- und Veranstaltungsstätte nutzen . Nach langer und kontroverser Diskussion beschlossen die Gemeindevertreter, dass die Verwaltung die Kosten für eine Sanierung der Räume ermitteln soll.

SPD-Politiker Hermann Hanser hatte den Antrag dazu gestellt. Er sagte: „Die Immobilie wird derzeit von der Gemeinde für die Unterbringung von Flüchtlingen angemietet. Die andere Hälfte des Hauses steht leer.“ Somit könne der Bürgerverein die Räume übergangsweise nutzen. Der Mietvertrag gelte noch vier Jahre.

Verwaltung muss sich Gedanken um die Kosten machen

Von dieser Idee zeigte sich Wolfgang Böckmann von der CDU wenig angetan. Aus seiner Sicht gebe es für die Bürger andere Möglichkeiten, sich zu treffen. Böckmann: „Die älteren Leute können zum Beispiel in den Gemeindesaal der Kirche gehen.“ Außerdem müsse zuerst einmal mit dem Mieter über das Vorhaben gesprochen werden.

Rainer Eickenrodt, Fraktionsvorsitzender der Wählergemeinschaft Bürger für Barsbüttel (Bfb), sagte dazu: „Die alte Gaststätte könnten wir auch als Möbellager nutzen.“ Die Räume des ehemaligen Grill-Restaurants Didim am Stiefenhoferplatz, in denen Möbel für Flüchtlinge gesammelt werden, fielen bald weg.

Rita Dux von der Verwaltung hat bereits einen Rundgang durch die Räume gemacht. Ihrer Meinung nach müsse nicht viel Geld in die Herrichtung gesteckt werden. Die Fachdienstleiterin für Bauen und Umwelt sagt: „Der Verein möchte vieles in Eigenleistung machen.“ So beispielsweise die Wände streichen oder den Boden austauschen. Der Vorsitzende des Vereins, Klaus Maak, sagte: „Wir werden ein Treffen organisieren und darüber sprechen, was wir selbst machen können.“ Somit müsse sich die Verwaltung nur noch Gedanken um die Kosten hinsichtlich der Überprüfung der Elektrik und der eventuell anfallenden Versicherungen machen.