Stormarn
Glyphosat

Ahrensburg: Grüne gegen Einsatz von Pflanzengift

Der Großteil der Pestizide kommt vor allem in der konventionellen Landwirtschaft zum Einsatz

Der Großteil der Pestizide kommt vor allem in der konventionellen Landwirtschaft zum Einsatz

Foto: Patrick Pleul / dpa

Ahrensburgs Grüne wollen den Einsatz von Glyphosat in der Schlossstadt unterbinden. Umweltausschuss vertagt Entscheidung.

Ahrensburg.  Es ist das weltweit am meisten eingesetzte Unkrautvernichtungsmittel: Glyphosat. Ahrensburgs Grüne wollen seinen Einsatz in der Schlossstadt auf städtischen Grünflächen und Grundstücken nun beenden. Sie brachten auf der Sitzung des Umweltausschusses diese Woche einen Antrag ein, nach dem die Verwendung des Unkrautvernichters untersagt wird. Der Grund: Glyphosat wird von einigen Wissenschaftlern und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft.

Allerdings widersprechen andere Wissenschaftler dieser Einschätzung. Das EU-Parlament will Glyphosat weiter zulassen. Dementsprechend gab es im Umweltausschuss eine Debatte. Christian Schmidt (Grüne) hielt das Risiko eines Glyphosat-Einsatzes für „nicht vertretbar“. Toufic Khayat (CDU) verwies auf die unterschiedlichen Meinungen der Wissenschaftler und die höheren Kosten anderer Methoden der Unkrautvernichtung. Schließlich beschloss der Ausschuss einstimmig, die Entscheidung über den Grünen-Antrag zu verschieben. Stattdessen will er noch genauere Informationen über den Glyphosat-Einsatz auf städtischen Flächen, insbesondere die verwendeten Mengen, einholen.