Gesundheit

Reinbeker Klinik blickt auf ein Rekordjahr zurück

Freuen sich über das Jahresergebnis 2015 des St. Adolf-Stiftes mit der Rekord-Patientenzahl von 17.624: Pflegedirektor Martin Klein (v.l.), Frauenklinik-Chefarzt Prof. Dr. Jörg Schwarz, Krankenhausgeschäftsführer Lothar Obst und der Chefarzt der Chirurgischen Klinik, Prof. Dr. Tim Strate.

Freuen sich über das Jahresergebnis 2015 des St. Adolf-Stiftes mit der Rekord-Patientenzahl von 17.624: Pflegedirektor Martin Klein (v.l.), Frauenklinik-Chefarzt Prof. Dr. Jörg Schwarz, Krankenhausgeschäftsführer Lothar Obst und der Chefarzt der Chirurgischen Klinik, Prof. Dr. Tim Strate.

Foto: Schulz-Colberg / HA

Das St. Adolf-Stift legt bei Patientenzahlen, Operationen und Geburten zu, holt neue Fachärzte und plant eine Millionen-Investition.

Reinbek.  Für 18 Millionen Euro wird das St. Adolf-Stift bis 2020 ausgebaut, doch auch beim Blick zurück herrscht bei den Verantwortlichen des katholischen Reinbeker Krankenhauses Zufriedenheit. Denn 2015 war ein Rekordjahr. 17.624 Patienten und damit so viele wie nie zuvor wurden versorgt, die Zahl der Operationen lag erstmals bei mehr als 7000, 846 Geburten bedeuten ein Zwölf-Jahres-Hoch.

Die Klinik führt den Zuwachs unter anderem auf die hohe ärztliche Fachkompetenz und Spezialisierung, die Umsetzung zeitnaher Innovationen und ein Höchstmaß an ärztlicher Therapiefreiheit zurück. Professor Tim Strate, Chefarzt der Chirurgischen Klinik: „Da es keine interne Budgetierung gibt, gibt es für die einzelnen Abteilungen auch keine zwanghaften Bestrebungen, unrealistische Zahlen liefern zu müssen.“ So könne man die Patienten unter Einbindung aller Fachrichtungen ganzheitlich und interdisziplinär versorgen.

Geschäftsführer Lothar Obst geht Ende Juni in den Ruhestand

Die Klinik mit ihren 800 Mitarbeitern wird seit 1997 von Lothar Obst, 59, geführt, der Ende Juni in den Ruhestand geht und dessen Nachfolger als Geschäftsführer der Trittauer Björn Pestinger wird. Lothar Obst sagt: „Das Krankenhaus hat mit seinem Kurs großen Erfolg, obwohl oder gerade weil wir damit der zunehmenden Kommerzialisierung des deutschen Krankenhauswesens diametral zu widersprechen scheinen.“

Die Reinbeker Klinik kommt auf einen Jahresumsatz von rund 80 Millionen Euro. „In der Regel haben wir ein bis zwei Millionen Euro Gewinn gemacht, die Summe alljährlich wieder in das Haus reinvestiert“, sagt Obst zum Abendblatt. Für anspruchsvolle Operationen holte das St. Adolf-Stift hochspezialisierte Fachärzte, die Zahl der stationären Operationen stieg von 6404 in 2012 auf 7058 im vergangenen Jahr. In der Klinik gibt es Spezialisierungen in der Allgemeinchirurgie mit eigener oberärztlicher Verantwortung im Bereich Speiseröhre, Magen, Bauchspeicheldrüse, Leber und Dickdarm. Die arterielle Gefäßchirurgie besitzt dank Chefarzt Dr. Matthias Schneider eine bundesweite Expertise. Erst kürzlich wurde Schilddrüsen-Spezialist Ernst von Dobschütz als fünfter Arzt des St. Adolf-Stiftes zum Professor einer deutschen Universität ernannt. Mit mittlerweile sieben habilitierten Ärzten arbeiten in Reinbek die meisten Professoren und Privatdozenten in einem Regelkrankenhaus in Hamburg und Schleswig-Holstein.