Stormarn
Baustelle

Gemeinde Delingsdorf bekommt Mehrzweckbecken

Foto: Valeria Riffel / HA

Auf einem 4000 Quadratmeter großen Areal an der Hamburger Straße ensteht ein Regenrückhaltebecken, das auch als Löschteich dienen soll.

Delingsdorf.  Es ist 90 Meter lang, 32 Meter breit und schon bald betriebsbereit: Das neue Regenrückhaltebecken der Gemeinde Delingsdorf soll Mitte dieses Monats fertiggestellt werden. Damit wird eine Vorgabe aus Kiel umgesetzt, über die die Gemeindevertreter bereits im Sommer 2015 beraten hatten.

Das künstlich angelegte Becken erstreckt sich auf einem 4000 Quadratmeter großem Gelände, befindet sich neben der Hamburger Straße nahe dem Dorfzentrum. Es dient dazu, im Falle eines heftigen Niederschlags Regenwasser zwischenzuspeichern, um dieses dann nach und nach in nahe gelegene Gewässer zu leiten. „Dadurch soll die Strusbek entlastet werden, die durch Delingsdorf verläuft“, sagt Ulrich Bärwald von der Bau- und Umweltabteilung im Amt Bargteheide-Land.

Oldesloer Ingenierusgesellschaft plant das Projekt

Zuständig für die Planung des Projektes ist die Oldesloer Ingenieurgesellschaft Gosch-Schreyer-Partner. Laut einem Mitarbeiter dieses Ingenieurbüros erfüllt das Becken mehrere Zwecke gleichzeitig. „Regen wird zurückgehalten und dann gedrosselt in die Strusbek gegeben“, sagt der Ingenieur. „Außerdem wird das Wasser gefiltert und geklärt, um Schadstoffe abzuhalten.“

Was das bedeutet, erklärt Ulrich Bärwald: „Das Becken verfügt über eine Schwimmstoffsperre, die zum Beispiel Öl aufhält.“ Das funktioniert so: Da Öl eine geringere Dichte als Wasser hat, schwimmt es oben. Dass es sich ausbreitet, wird durch die Errichtung einer Sperre verhindert, die ebenfalls auf der Wasseroberfläche schwimmt.

Im Notfall kann das Wasser auch andere Zwecke erfüllen

Das Becken bietet Platz für bis zu 1000 Kubikmeter Flüssigkeit. Im Notfall soll das Wasser noch für etwas anderes genutzt werden. „Das Becken erfüllt auch den Zweck eines Löschwasserteiches“, sagt Bärwald. „Damit sind wir in der Planung auch auf die Vorgaben der örtlichen Feuerwehr eingegangen, konnten so mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen.“

Holger Neller, Chef der Delingsdorfer Feuerwehr, freut das. „Es ist wichtig, dass die Wasserversorgung gewährleistet ist.“ Ein neuer Löschteich sei überfällig gewesen. „Der alte an der L 82 erfüllt schon längst nicht mehr die nötigen Voraussetzungen“, sagt Neller. Er sei nicht tief genug. „Umso schöner ist es, dass wir bald eine zeitgemäße Möglichkeit haben, an Löschwasser zu kommen, falls wir von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten sind.“