Ahrensburg

Verwaltung plädiert für einen Abriss des Badlantic

| Lesedauer: 2 Minuten
Badlantic

Badlantic

Foto: Birgit Schücking

Ahrensburger Bürgermeister Michael Sarach beruft sich im Hauptausschuss auf Architekten-Gutachten. Verwaltung will Abriss und Neubau.

Ahrensburg.  Wenn schon der scheinbar kontroverseste Tagesordnungspunkt statt einer hitzigen Debatte nicht mehr zu bieten hat als das Abarbeiten einer Anfrage, deutet das auf eine ereignisarme Sitzung des Hauptausschusses hin. Tatsächlich war fast alles unstrittig, was nun im Peter-Rantzau-Haus verhandelt wurde. Die Aufstellung eines Containers als neues DLRG-Vereinshaus auf dem Badlantic-Gelände wurde ebenso beschlossen wie der städtische Zuschuss von 30.000 Euro für das etwa 100.000 Euro teure Projekt. Und die zwölf Fragen, die von der CDU-Fraktion zur Zukunft des Badlantic gestellt worden waren, beantwortete Bürgermeister Michael Sarach, indem er die Erläuterungen und Einschätzungen von Fachleuten vorlas.

Michael Sarach bittet Politiker um frühzeitige Positionierung zum Thema

Zur Erinnerung: Im November 2015 war in einem Fachvortrag vor dem Ausschuss analysiert worden, ob das 1983 erbaute Badlantic noch zukunftsfähig sei. Das Fazit des Architekten lautete: Eine zeitgemäße energetische Sanierung des Bades erscheine weniger sinnvoll als ein Neubau, der zudem Platz mache für den Verkauf von Flächen für Wohnbebauung. Die CDU hatte Nachfragen formuliert, die vor allem die Sanierungsmöglichkeiten und –kosten betreffen, aber auch Gestaltungsdetails und Neubaukosten. Die vom Bürgermeister verlesenen Antworten deuteten darauf hin, dass die Verwaltung für Abriss und Neubau plädiert. Anschließend bat Sarach die Fraktionen um frühe Signale zu ihrer Meinungsbildung, um der Verwaltung zu ersparen, eine umfangreiche Vorlage mit allen Eventualitäten ausarbeiten zu müssen. Fortsetzung vermutlich im Frühjahr.

Hotspots für Flüchtlinge? Politik will mehr Informationen zur Rechtslage

Mehr Redebedarf gab es bei einem scheinbar harmlosen Thema. Dustin Holzmann (WAB) stellte den Antrag, dass Ahrensburg Flüchtlingen Freifunk-Zugangspunkte eröffnen möge, damit diese es leichter haben, Kontakt zu Angehörigen zu halten. Die Stadt sollte die überschaubaren Kosten für Router in den etwa zehn Unterkünften übernehmen (jeweils 40 bis 60 Euro). Installation und Wartung würde die Firma Freifunk Initiative übernehmen. Der Vorschlag war in der Sache unstrittig, Sarach und Justitiar Thomas Reich äußerten jedoch rechtliche Bedenken. Problematisch sei die mögliche Haftung für illegale Aktivitäten im Netz. Es wurde beschlossen, den Antrag um weitere Informationen der Verwaltung zu ergänzen. Unter anderem soll erfragt werden, welche Erfahrungen Hamburg und Bad Oldesloe mit ähnlichen Hotspots gemacht haben.

( wend )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Stormarn