Stormarn
„Pro Noten“

Volksinitiative: FDP hat ihr Ziel noch nicht erreicht

Laut der FDP-Landtagsabgeordneten Anita Klahn, trauen sich viele nicht, in die Öffentlichkeit zu gehen

Laut der FDP-Landtagsabgeordneten Anita Klahn, trauen sich viele nicht, in die Öffentlichkeit zu gehen

Foto: Birgit Schücking

Seit Januar 2015 fordert die Partei die Wiedereinführung von Ziffernzeugnissen an Grundschulen. Jetzt fehlen noch 5000 Unterschriften.

Die Volksinitiative „Pro Noten“ der FDP hat ihr Ziel, 20.000 Unterschriften zu sammeln, bislang nicht erreicht. Noch etwa 5000 Unterschriften fehlen, damit sich der Landtag mit der Angelegenheit befassen kann. Anita Klahn, Landtagsabgeordnete der FDP aus Bad Oldesloe, sagt: „Trotz hoher Medienpräsenz von Pro-Noten hat sich herausgestellt, dass etwa zwei Drittel aller Eltern nichts von der Initiative gewusst haben.“ Schade sei außerdem, dass sowohl Eltern als auch Lehrer die Initiative begrüßen, den Abstimmungsbogen jedoch nicht unterzeichnen. „Viele trauen sich nicht, weil sie Angst haben, in die Öffentlichkeit zu treten.“

Bad Oldesloe. Seit Januar 2015 fordert die FDP die Wiedereinführung von Ziffernzeugnissen für die Klassenstufen drei und vier. Laut Bildungsministerium können Grundschulen seit August 2014 selbstständig entscheiden, ob sie Kinder mit Ziffernzeugnis, Berichtzeugnis oder einer Kombination aus beiden Formen bewerten.

Abstimmungsbögen im Internet

Die FDP sieht diese vage Beurteilung über Lernerfolge der Schüler als nicht ausreichend an. Eltern brauchten transparente und nachvollziehbare Informationen über die Lernentwicklung ihrer Kinder. Eine gute schulische Bildung entscheide oft über den weiteren Lebensweg. Nicht nur Eltern, sondern auch Kinder könnten durch unklar formulierte Berichtszeugnisse in die Irre geführt werden und Lernleistungen falsch interpretieren. Nach zweijähriger Einführung in den Schulalltag sollten Kinder die Möglichkeit haben, an ein Bewertungssystem mit Ziffernnoten herangeführt zu werden.

Eltern und Lehrer können weiterhin die Abstimmungsbögen für „Pro Noten“ unterschreiben und per Post verschicken. Informationen gibt es unter www.pro-noten.de.