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Libanon-Kenner spricht über Flucht und Lebensbedingungen

Flüchtlingskind im Elend: Tilman Evers hat im Libanon fotografiert

Flüchtlingskind im Elend: Tilman Evers hat im Libanon fotografiert

Foto: Tilman Evers / HA

Tilman Evers vom Forum Ziviler Friedensdienst hält Bildervortrag in Ahrensburger St. Johanneskirche und berichtet von Erfahrungen.

Ahrensburg.  Im Libanon leben – in Relation zur Einwohnerzahl – weltweit die meisten Flüchtlinge, geschätzt weitaus mehr als eine Million, also ein Viertel bis ein Drittel der Gesamtbevölkerung. Auf Deutschland übertragen wären das 25 bis 30 Millionen Menschen. Die größten Gruppen im Libanon sind syrische Bürgerkriegsflüchtlinge und Palästinenser, die bereits seit Jahrzehnten im Land leben. Hilfe erhalten sie nur von internationalen Organisationen.

Die Lebensbedingungen sind bedrückend, Perspektivlosigkeit und schleichende Verarmung prägen den Alltag. Unvermeidlich kommt es zu Spannungen mit der einheimischen Bevölkerung, aber auch der Flüchtlinge untereinander. Das Forum Ziviler Friedensdienst bringt die unterschiedlichen Gruppen zusammen und ermöglicht die gemeinsame Suche nach Konfliktlösungen.

Tilman Evers hat dieses Forum mitgegründet. Im September 2015 hat er dessen Projekte im Libanon besucht. Der Kasseler Sozialwissenschaftler ist nun zu Gast in der St. Johanneskirche in Ahrensburg. Dort berichtet er von seinen Erfahrungen und zeigt aktuelle Fotos und Videos. Anschließend ist eine Diskussion – auch zur Situation in Deutschland – möglich.

Vortrag mit Fotos von Tilman Evers vom Forum Ziviler Friedensdienst, Dienstag, 2. Februar, 19.30 Uhr, St. Johanneskirche (Rudolf-Kinau-Straße 13–15) in Ahrensburg. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.