Stormarn
Kindernachrichten

Wie können Blinde eigentlich lesen?

Unterschiedlich angeordnete Punkte stehen für die Buchstaben

Unterschiedlich angeordnete Punkte stehen für die Buchstaben

Foto: Rainer Jensen / dpa

Blinde können mithilfe des Braille-Alphabets Buchstaben und Zahlen erfühlen. Es gibt sogar Tastaturen mit denen sie schreiben können.

Lesen ist schon etwas Tolles! Viele Leute fahren nicht ohne Buch in den Urlaub. Zwischendurch blättern sie gerne in Zeitungen und Zeitschriften. Und wie schade wäre es, wenn man all die interessanten Sachen im Internet nicht erfahren könnte?

Doch wie machen das eigentlich blinde Menschen? Für sie gibt es zum Glück eine Blindenschrift. Sie besteht aus kleinen Pünktchen, die auf dem Papier oder auf einer speziellen Computertastatur zu ertasten sind. Die Punkte bilden nicht einfach die Buchstaben nach. Es gibt ein richtiges Alphabet für Blinde. Die Punkte sind unterschiedlich angeordnet. Jeder Buchstabe hat eine andere Kombination. Auch Zahlen können so dargestellt werden.

Erfunden wurde die Schrift von Louis Braille. Er wurde vor rund 200 Jahren in Frankreich geboren. Als kleiner Junge passierte ihm in der Werkstatt seines Vaters ein schlimmer Unfall, er wurde blind. Deshalb kam er auf eine Blindenschule. Damals gab es noch keine Schrift, mit der die Blinden gut lesen konnten. Das störte ihn. Eines Tages lernte er einen Mann kennen. Dieser zeigte ihm eine Schrift, die Blinde mit den Fingern ertasten konnten. Louis Braille war begeistert. Er entwickelte das System weiter. So entstand die Blindenschrift, die noch heute vielen blinden und sehbehinderten Menschen das Lesen ermöglicht.