Stormarn
Kinder-Nachrichten

Norweger erfanden im 18. Jahrhundert das Skispringen

Severin Freund sprang gestern in

Severin Freund sprang gestern in

Foto: Jan Hetfleisch / dpa

Seinen Ursprung hat Skispringen in Norwegen, wo Bergbauern in den schneereichen Wintermonaten kleine Hügel zu Sprungeinlagen nutzten.

Ausverkaufte Stadien, hohe Einschaltquoten bei den übertragenden Fernsehsendern – kaum eine andere Wintersportart zieht die Fans so in ihren Bann wie das Skispringen. Das zeigt gerade wieder die Vierschanzentournee, bei der Severin Freund, der beste Deutsche, in der Gesamtwertung auf Platz zwei liegt.

Doch wer hat das Skispringen eigentlich erfunden? Seinen Ursprung hat es im 18. Jahrhundert in der norwegischen Provinz Telemark, wo Bergbauern in den schneereichen Wintermonaten kleine Hügel zu Sprungeinlagen nutzten. Soldaten der norwegischen Skikompanie gingen 1796 einen Schritt weiter: Sie verwendeten Häuser- und Scheunendächer als Sprungschanzen. Olaf Rye absolvierte im Jahr 1809 den ersten gemessenen Sprung – der Leutnant kam auf 9,50 Meter. Sondre Norheim sprang 1860 bereits 30,50 Meter weit – und stellte damit einen 33 Jahre währenden Rekord auf. Damals nutzte man noch Skistöcke, um beim Anlauf die Balance zu halten.

Den ersten Wettkampf in Mitteleuropa gab es 1891 in Mürzzuschlag (Österreich), bei dem von einem verschneiten Misthaufen gesprungen wurde. Mit dem Bau von richtigen Schanzen und der Weiterentwicklung von Material und Technik wurden die Sprünge immer weiter: Den bisherigen Rekord hält der Norweger Johan Remen Evensen, der 2011 nach 246,50 Metern landete.