Stormarn
Oststeinbek

Taxi kracht in Wohnzimmer einer Doppelhaushälfte

Die Fahrt dieses Taxis endete im Wohnzimmer einer Doppelhaushälfte im Oststeinbeker Ortsteil Havighorst

Die Fahrt dieses Taxis endete im Wohnzimmer einer Doppelhaushälfte im Oststeinbeker Ortsteil Havighorst

Foto: Christoph Leimig

34 Jahre alter Taxifahrer durchbricht mit Fahrzeug Mauer eines Hauses in Havighorst. Die Bewohner sind derzeit im Urlaub.

Oststeinbek.  Die Bewohner einer Doppelhaushälfte an der Straße Schuhmacherwiese im Oststeinbeker Ortsteil Havighorst waren noch im Urlaub, als das Unglück passierte: Am Montagvormittag gegen 11 Uhr krachte ein Taxi durch die Hauswand ins Wohnzimmer. Am Steuer saß ein 34 Jahre alter Mann. Er wurde schwer verletzt – unter anderem am Kopf – und kam ins Berufsgenossenschaftliche Unfallkrankenhaus in Hamburg-Boberg. Kunden waren nicht im Fahrzeug, dessen Airbags bei dem Unfall ausgelöst worden waren.

Zur Unfallursache gibt es nach Angaben der Polizei noch keine gesicherten Erkenntnisse. Möglicherweise verlor der Fahrer wegen gesundheitlicher Probleme die Kontrolle über sein Fahrzeug, hieß es. In dem Mercedes wurden laut Polizei handelsübliche Schmerztabletten gefunden.

Die freiwilligen Feuerwehren Oststeinbek und Havighorst waren mit 17 Einsatzkräften und sieben Fahrzeugen vor Ort, zudem Polizisten aus Oststeinbek und Glinde. Die Retter holten den Fahrer aus dem Wagen. Er sei ansprechbar, aber total durcheinander gewesen. Der Taxifahrer wohnt in der Nähe der Unfallstelle.

Die Schuhmacherwiese befindet sich in einem Neubaugebiet mit verkehrsberuhigtem Bereich. Das Haus liegt in einer Kurve. Nach Angaben der Feuerwehr ist das Taxi mit hoher Geschwindigkeit unterwegs gewesen, geradeaus weitergefahren, durch den Garten gerauscht und nach dem Durchdringen der Hauswand zum Stehen gekommen.

Nach ersten groben Schätzungen der Polizei beträgt der Sachschaden mindestens 50.000 Euro. Ein Beamter sagte der Abendblatt-Regionalausgabe Stormarn, es könnten aber auch 100.000 Euro sein. Die Bewohner der Doppelhaushälfte wurden umgehend telefonisch von einem Nachbarn über die Geschehnisse informiert und traten sofort die Rückreise an.