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Feuerwehr rettet 65 Tiere aus brennendem Haus

Die Feuerwehr (Archivbild) hat in Reinfeld 65 Tiere aus einem Haus gerettet

Die Feuerwehr (Archivbild) hat in Reinfeld 65 Tiere aus einem Haus gerettet

Foto: Holger Hollemann / picture alliance / dpa

35 Einsatzkräfte löschen Küche an der Lübecker Chaussee in Reinfeld. 43 Jahre alte Bewohnerin widersetzt sich der Polizei.

Reinfeld.  Bei einem Brand in einem Zweifamilienhaus an der Lübecker Chaussee in Reinfeld sind rund 65 Tiere, davon 24 Hunde, 20 Katzen und zahlreiche Meerschweinchen, gerettet worden. Das Feuer war in der Küche im Erdgeschoss ausgebrochen. Laut Polizeiangaben ist der Herd zu lange an gewesen. Die 43 Jahre alte Bewohnerin, die erst kurz zuvor nach Hause gekommen war, hatte den Notruf gewählt. Sie erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung und wurde in die Oldesloer Klinik eingeliefert.

Der Vorfall ereignete sich am Zweiten Weihnachtsfeiertag gegen 16.40 Uhr. Fünf Minuten später waren die Wehren aus Reinfeld und Stubbendorf mit 35 Kameraden, drei Lösch- und einem Einsatzleitfahrzeug vor Ort. Als sie eintrafen, kam ihnen bereits dichter Rauch entgegen. Reinfelds Gemeindewehrführer Torben Struck: „Von draußen war das Gejaule der Hunde zu hören. Als wir die beiden Eingänge geöffnet hatten, rannten viele an uns vorbei uns Freie.“ Die Katzen und Meerschweine seien in einem Zimmer untergebracht gewesen. Eine Tierärztin, die gerufen wurde, untersuchte die Vierbeiner umgehend. Die Hunde wurden in Tierheimen untergebracht.

Die Bewohnerin widersetzte sich während der Löscharbeiten, bei denen zwei C-Rohre zum Einsatz kamen, durch die pro Minute bis zu 100 Liter Wasser schießen, mehrmals polizeilichen Anweisungen. So wollte sie zurück in die verqualmte Wohnung. Die Frau – sie ist Mieterin im Erdgeschoss – wurde unter Gewahrsam dem Rettungsdienst übergeben. Durch ihr Eingreifen verhinderten die Kameraden eine Ausbreitung der Flammen auf andere Räume. „Wir mussten einige Küchenschränke und Sachen, die auf der Ablage standen, entsorgen“, sagt Struck. Die Polizei bestätigte, dass nur ein leichter Sachschaden in der Küche entstanden sei. Das Gebäude habe nichts abbekommen. Für den Einsatz benötigten die beiden Wehren rund drei Stunden.