Bad Oldesloe

Fachleute helfen bei Fragen zur Pflege

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Die Besetzung des neuen Pflegestützpunktes in der Kreisverwaltung: Sozialarbeiterin Carina Wrage (rechts) und Verwaltungskraft Bianka Barkmann.

Die Besetzung des neuen Pflegestützpunktes in der Kreisverwaltung: Sozialarbeiterin Carina Wrage (rechts) und Verwaltungskraft Bianka Barkmann.

Foto: Finn Fischer / HA

Neuer Stützpunkt in Bad Oldesloe berät kostenlos und unabhängig. Tag der offenen Tür am 15. Dezember geplant.

Bad Oldesloe.  Er soll bestehende Institutionen vernetzen und eine Anlaufstelle für auskunftsuchende pflegebedürftige Bürger und Angehörige sein: Der Kreis Stormarn hat nun einen Pflegestützpunkt. Damit soll vor allem Licht ins Dunkel des Pflege-Dschungels gebracht und das Thema enttabuisiert werden.

„Wir wollen Menschen in belastenden Pflegesituationen helfen, neutral und unabhängig beraten“, sagt Carina Wrage, die die neue Stelle in der Kreisverwaltung leitet und koordiniert. „Es ist für viele Menschen schwierig, sich ohne Hilfe mit der neuen Situation auseinanderzusetzen.“ Das gilt für Betroffene, die körperlich oder geistig abbauen, wie auch für Kinder, die zum Beispiel von ihren Eltern nicht mehr erkannt werden.

Besucher bekommen Infos zu Pflegeangeboten und Finanzierung, zum Beantragen von Pflegestufen, barrierefreien Wohnen, Essen auf Rädern – kurzum: alles über Hilfen im Alter. „Bei Demenzerkrankungen ist das Versorgungsangebot bei uns im Kreis sehr gut. Bei minderjährigen Hilfebedürftigen sieht das schon etwas anders aus“, sagt Carina Wrage. Ebenfalls schwierig sei die Vermittlung von Menschen mit psychischen Erkrankungen und aggressiven Tendenzen.

Je 40.000 Euro lassen sich Kreis, Land und die Pflege- und Krankenkassen die neue Informationsstelle pro Jahr kosten. Michael Hempel, Leiter des Fachbereichs Soziales des Landes Schleswig-Holstein, sagt: „Die Mitarbeiter in den Pflegestützpunkten leisten das für die Bürger unentgeltlich und vor allem unabhängig.“ Man wolle auch die häusliche Pflege stärken. „Die Pflegebedürftigen in der häuslichen Umgebung zu belassen ist oft mit einfachen Mitteln möglich.“ Mittelfristiges Ziel ist landesweit eine flächendeckende Beratungsstruktur.

Der Oldesloer Pflegestützpunkt ist in den Räumen der Kreisverwaltung (Mommsenstraße 13) untergebracht und ist telefonisch werktags außer mittwochs von 8.30 bis 12 Uhr und donnerstags zusätzlich von 14 bis 17 Uhr unter 04531/160-15 44 erreichbar. Allgemeine Auskünfte erteilt die Verwaltungskraft Bianka Barkmann.

Am Dienstag, 15. Dezember, veranstaltet der Pflegestützpunkt von 10.30 bis 13 Uhr einen Tag der offenen Tür im Kreissitzungssaal und im Foyer.

( fif )

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