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Warum haben Restaurants eigentlich Sterne?

Der Hamburger Drei-Sterne-Koch Kevin Fehling in der Küche seines Restaurants The Table

Der Hamburger Drei-Sterne-Koch Kevin Fehling in der Küche seines Restaurants The Table

Foto: Axel Heimken / dpa

Kritiker prüfen das Essen, etwa auf Qualität und Einzigartigkeit. Die Einteilung der Sterne richtet sich seit jeher an Autofahrer.

Die besten Restaurants in Deutschland rühmen sich nicht nur mit besonders leckeren Speisen, sondern auch mit Sternen. Die verleiht der französische Reifenhersteller Michelin. Dessen Touristikabteilung hatte im Jahr 1900 die Idee, einen Werkstatt-Wegweiser für Autofahrer herauszugeben: den Guide Michelin. Im Laufe der Jahre kamen auch Hotel- und Restauranttipps hinzu, und seit 1926 werden Sterne verteilt.

Die Einteilung richtet sich seit jeher an Autofahrer. Ein Stern steht für „Eine sehr gute Küche, verdient Beachtung“. Zwei Sterne bedeuten „Eine hervorragende Küche: verdient einen Umweg“, drei Sterne „Eine der besten Küchen: eine Reise wert“.

Mittlerweile sind 85 Kritiker in europäischen Ländern unterwegs. Sie prüfen das Essen auf Qualität, Frische, Zubereitung und Einzigartigkeit. Jährlich besuchen sie rund 3800 Restaurants. Die Testesser sind bei Michelin angestellt, geben sich nicht zu erkennen und bezahlen ihre Rechnung wie jeder gewöhnliche Gast.

Seit 1964 gibt es auch eine deutsche Ausgabe des rot leuchtenden Guide Michelin. In der neuesten Auflage sind zehn Drei-Sterne-Restaurants in Deutschland aufgelistet, darunter das The Table von Koch Kevin Fehling, 38, in der Hamburger HafenCity. Andere Restaurantführer verteilen statt Sternen Punkte und Kochmützen.