Stormarn
Bargteheide

Drogenabhängiger gibt sich als Kripo-Beamter aus

Das Gericht verurteilte den Mann zu einer Geldstrafe

Das Gericht verurteilte den Mann zu einer Geldstrafe

Foto: Michael Rauhe

Richter in Ahrensburg verurteilt den Mann aus Lübeck, der derzeit eine Haftstrafe absitzt zu einer Geldstrafe von 250 Euro.

Ahrensburg.  Das Amtsgericht in Ahrensburg hat einen 45 Jahre alten Lübecker zu einer Geldstrafe von 250 Euro verurteilt, weil dieser sich als Polizist ausgegeben hatte.

„Ich bin Kriminalbeamter und ermittle wegen Kindesmissbrauchs.“ Mit dieser Worten hatte sich Andreas K. (Name geändert) am 23. August vergangenen Jahres einer Tierärztin aus Bargteheide vorgestellt. Die 40-Jährige hatte den Mann morgens am Fenster ihrer Souterrainwohnung entdeckt und angesprochen.

„Ich fand das sehr eigenartig“, erinnert sich die Frau. Als der vermeintliche Polizist eine Stunde später immer noch auf dem Grundstück stand, sprach die Medizinerin den K. erneut an.

Beide Männer sitzen wegen anderer Einbrüche derzeit im Gefängnis

Weil K. sich nicht als Polizist ausweisen konnte und sein vermeintliches Polizeiauto ein schwarzer Mercedes mit pinkfarbenen Blümchen war, alarmierte die Zeugin die echte Polizei. Diese konnte wegen des auffälligen Autos den flüchtigen Mann und einen Komplizen noch in der Nähe stoppen. Einen Führerschein hatte K. nicht.

Warum sich K. als Kripo-Beamter ausgegeben hat, wollte der Richter wissen. „Ich wollte die Frau nicht erschrecken“, sagt der hagere Mann, der deutlich durch jahrelangen Drogenmissbrauch gezeichnet ist. Warum Andreas K. und ein Bekannter in Bargteheide waren, darüber lässt sich nur spekulieren. Derzeit läuft gegen seinen Bekannten eine Verfahren wegen Einbruchs in ein Restaurant, das dem Ehemann der Zeugin gehörte. Diese Tat wurde wenige Tage vor der Vorfall verübt. Wegen anderer Einbrüche sitzen beide Männer derzeit im Gefängnis.