AZ-Regional

FDP: Konstruktive politische Arbeit motiviert Bürger

Thomas Bellizzi beklagt, dass in Ahrensburg zu viel gestritten und zu wenig entschieden wird

Wir dürfen nicht den Fehler machen zu glauben, dass die Wahlbeteiligung deshalb so niedrig ist, weil sich keiner mehr für Politik interessiert. Das Gegenteil ist der Fall. Die Bürger verfolgen sehr genau, was politisch in Ahrensburg passiert und ziehen daraus ihre Schlüsse. Wir müssen uns als Politiker daher selbst an die Nase fassen, denn es wird nur noch „angegriffen“, „unter Druck gesetzt“ und „gestritten“. Sachliche Arbeit scheint nicht stattzufinden. Dabei ist es doch Aufgabe der Politik, den besten Weg für das Wohl der Stadt zu finden und selbst gegensätzliche Interessen so auszugleichen, dass alle davon profitieren.

Dessen sollten sich alle Handelnden bewusst sein. Es geht nicht hauptsächlich darum, „die Macht“ schnellstmöglich zu erringen. Es wird Zeit, dass künftig in Ahrensburg öfter über den besten Lösungsweg diskutiert wird und dass nach pointierter, sachlicher Argumentation zügig eine Entscheidung getroffen wird. Dies würde dem Ansehen aller handelnden Akteure und der Wahlbeteiligung gut tun. Aber solange wir stattdessen Entscheidungen blockieren und unabhängig von den jeweiligen Mehrheiten die wahren Probleme der Stadt nicht gelöst bekommen, müssen wir uns über eine niedrige Wahlbeteiligung nicht wundern. Es wird Zeit, dass die Stadtverordneten die Aufgabe übernehmen für die sie gewählt worden sind und sich für eine positive Zukunft der Stadt Ahrensburg einsetzen.

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