Benefizkonzerte

Gutshof-Festival: Musik genießen und dabei helfen

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Julia Sextl

Foto: Christina Schlie / HA

Mehr als 40 Künstler spielen beim Gutshof-Festival in Ahrensburg und verzichten auf ihre Gage. Erlös geht an die Flüchtlingshilfe.

Ahrensburg.  Ein großes musikalisches Fest soll es werden, bei dem alle zusammen helfen: das Gutshof-Festival, ein Benefiz-Konzertabend für die Flüchtlingshilfe am morgigen Sonnabend in Ahrensburg (Alter Gutshof, Lübecker Straße 2 a, ab 20 Uhr). Veranstalterin Felizitas Thunecke hat 40 Musiker dazu eingeladen, in den Geschäften hinter dem Marstall Konzerte zu spielen – ohne Gage. Denn der Erlös des Festivals geht komplett an den Freundeskreis für Flüchtlinge in Ahrensburg.

„Die ehrenamtlichen Helfer des Freundeskreises brauchen dringend Geld für den Deutschunterricht in der Stadtbücherei,“ sagt Thunecke. Gerade in den vergangenen Wochen habe sie mit vielen der Helfer gesprochen. „Sie sagten mir, dass besonders die Deutschlehrer oft an ihre Grenzen stoßen.“ Zudem gebe es viele Ahrensburger, die sich gern als Deutschlehrer engagieren wollten, aber nicht wüssten, wie, so Thunecke. Mit dem Erlös des Festivals sollen die Helfer geschult werden und lernen, wie sie Sprachkenntnisse vermitteln. „Sprache ist das wichtigste Mittel für eine gute Integration“, sagt Thunecke.

Schüler kümmern sich um das leibliche Wohl

Beim Gutshof-Festival soll jedoch nicht nur Geld für die Flüchtlingshilfe zusammenkommen. Zugleich soll es ein Forum sein. „Ein Ort, an dem alle Menschen zusammenkommen, Einheimische und Flüchtlinge, an dem sie miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam eine schöne Zeit erleben“, sagt Thunecke. Denn auch Musik verbinde die Menschen.

Und das zeigt sich auch im freiwilligen Engagement vieler Ahrensburger. Die Inhaber der Geschäfte M&S Antik, 20Wines, NordFit und flat six stellen ihre Ladenflächen zur Verfügung. Rund 50 Schüler der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule betreuen Grill, Ausschank, Kasse und Einlass. Die Flensburger Brauerei spendet Bier, Famila die Würstchen, der Rosenhof verleiht einen großen Grill, das Park-Hotel lässt die auswärtigen Musiker kostenlos übernachten. Friseurin Ramona Unger schneidet Flüchtlingen während der Konzerte kostenlos die Haare, und das TopaTeam Studio stiftet 80 Paar Schuhe, welche die Asylsuchenden während des Festivals anprobieren können.

„Und die Musiker sorgen für gute Stimmung“, sagt Thunecke. Auf vier Bühnen wird gespielt, gesungen und gejamt – von Rock über Funk, Jazz, Soul und Blues bis Flamenco. Vertreten sind neben bekannten Größen wie Georg Schroeter, Marc Breitfelder oder Gottfried Böttger auch Newcomer wie beispielsweise die Band Breakdown. „Ich denke, dass viele Besucher kommen werden“, sagt Thunecke. Auf dem Gelände sei Platz für 700 Personen. „Wer sich einen der Plätze sichern will, sollte sich möglichst im Vorverkauf eine Karte sichern.“

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