Stormarn
Politik

Glinder Gutshaus wird für 140.000 Euro saniert

Im Glinder Gutshaus ist der Keller durchfeuchtet. Das Gebäude ist eines der Wahrzeichen der Stadt

Im Glinder Gutshaus ist der Keller durchfeuchtet. Das Gebäude ist eines der Wahrzeichen der Stadt

Foto: Birgit Schücking / HA

Politik sagt der Sönke-Nissen-Park-Stiftung finanzielle Unterstützung zu. Kellerwände des Gebäudes in Glinde sind durchfeuchtet.

Glinde.  Das mehr als 100 Jahre alte Gutshaus in Glinde wird auf Vordermann gebracht. Die Mitglieder des Finanzausschusses beschlossen auf ihrer jüngsten Sitzung einstimmig, 140.000 Euro für die Sanierung des Kellers bereitzustellen. Jetzt müssen noch die Stadtvertreter am Donnerstag, 15. Oktober, grünes Licht geben. Die Zustimmung gilt als sicher.

Das Gebäude an der Möllner Landstraße ist Sitz der Gemeinschaftszentrum Sönke-Nissen-Park-Stiftung und auch in deren Eigentum. Sie finanziert sich unter anderem durch Zuschüsse der Stadt für die inhaltliche Arbeit und Einnahmen aus Vermietung, Kursen und anderen Veranstaltungen sowie Spenden. Die Sanierungskosten kann die Stiftung nicht aus eigener Tasche zahlen. Deshalb stellte sie einen entsprechenden Antrag mit der Bitte um Unterstützung.

„Wir waren immer großzügig und können das Haus nicht verkommen lassen. Es ist eines der wenigen Wahrzeichen, die wir hier in Glinde haben“, sagt der CDU-Vorsitzende Rainer Neumann. Die Stiftung soll 2016 über das Geld verfügen. „Dann wollen wir auch zeitig loslegen“, sagt Volker Müller, der frühere Leiter. Er ist jetzt genauso wie Bürgermeister Rainhard Zug Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes.

In den vergangenen mussten bereits viele Reparaturen am Gebäude vorgenommen werden. „Der Aufwand für die Instandhaltung ist aber kontinuierlich hoch“, sagt Müller. Von 1987 bis 1993 wurde das Haus umfassend saniert und restauriert, zwischen 2011 und 2013 wurden die Fenster und das Erdgeschoss angefasst. Allein dafür zahlte Glinde 300.000 Euro.

2014 begann die Stiftung, das feuchte Mauerwerk des Kellers von innen mit chemischen Injektionen abzudichten. „Das reicht aber nicht aus“, sagt Müller. Deshalb müsse die Sache von außen angegangen werden. Dieser Posten ist mit 25.400 Euro aufgeführt, dazu sind 11.000 Euro für die Erneuerung der Trinkwasserleitung veranschlagt. Im Gesamtpaket sind auch 10.200 Euro für unvorhergesehene Arbeiten als Polster berücksichtigt. Die Stiftung hatte sich mit dem Bauamt abgestimmt, Angebote wurden eingeholt.

Mehr als 140.000 Euro sollte die Kellersanierung des Gutshauses aber nicht kosten. Die Stadt hat ihren Zuschuss, der zugleich eine Vollfinanzierung ist, auf eben jene Summe gedeckelt.