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Bad Oldesloe

Oldesloer Anwohner stoppen Neubaugebiet im Osten der Stadt

Bürgermeister von Bad Oldesloe Tassilo von Bary

Bürgermeister von Bad Oldesloe Tassilo von Bary

Foto: Finn Fischer / HA

Anwohner der Straße Am Tegel besuchen den Bauausschuss, in dem der Bebauungsplan aufgestellt werden soll – da eskaliert die Situation

Bad Oldesloe.  Die Angst geht um in der Tegel-Siedlung im Osten Bad Oldesloes, die Angst vor einem neuen Wohngebiet, das den schönen Ausblick ruinieren, Baufahrzeuge, Lärm und andere Unannehmlichkeiten bedeuten würde. Der Frust entlud sich nun endgültig im Bauausschuss, wo eigentlich der Bebauungsplan aufgestellt werden sollte. Den wird es nun vorerst nicht geben. 30 Anwohner machten ihrem Ärger Luft – mit teils zweifelhaftem Benehmen.

In absehbarer Zeit sollten in direkter Nachbarschaft auf einer etwa vier Hektar großen Freifläche hinter der Straße Am Tegel rund 50 Wohneinheiten entstehen. Schon vor einiger Zeit war die Situation um die Wohnplanungen eskaliert. Es hatte angeblich geheime Absprachen mit der Sparkassen Immobilien Gesellschaft (SIG) gegeben. Ein Lokalpolitiker, Identität unbekannt, plauderte daraufhin Details aus dem nicht-öffentlichen Teil aus und sorgte damit für einen Eklat.

Durch eine Einwohnerversammlung versuchte die Verwaltung aufzuklären und die aufgebrachten Anwohner zu besänftigen – ohne Erfolg, wie sich nun zeigte. Die Stimmung im Bauausschuss war feindselig gegenüber Verwaltung und Politikern. Anwohner bezeichneten den Bürgermeister Tassilo von Bary als Lügner und bezichtigten ihn der Korruption.

Letztendlich stimmten Grüne und SPD gegen die Einleitung eines Bauplanungsverfahren und beendeten damit die weiteren Planungen. Sie dürften wieder aufgenommen werden, wenn ein Wohnungsbaukonzept für die ganze Stadt steht. Dann würden Grüne und SPD dem Baugebiet zustimmen.