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Für Chefposten im Bauamt gibt es acht Bewerber

Ulrich Kewersun, Interimsleiter des Bauamtes im Ahrensburger Rathaus an seinem Arbeitsplatz. In Kürze soll seine Stelle neu besetzt werden

Ulrich Kewersun, Interimsleiter des Bauamtes im Ahrensburger Rathaus an seinem Arbeitsplatz. In Kürze soll seine Stelle neu besetzt werden

Foto: Birgit Schücking

Ulrich Kewersun ein, als im Bauamt drunter und drüber ging. Nun wird er in Kürze ersetzt – weil es das Beamtengesetz so vorschreibt.

Ahrensburg.  Die Arbeiten an der „Baustelle Bauamt“ im Ahrensburger Rathaus stehen nach knapp zwei Jahren offenbar vor ihrem Ende. Acht Bewerber haben sich inzwischen für die Leitung des Fachbereichs Stadtplanung, Bauen und Umwelt beworben. Noch im Oktober, so der Plan der Verwaltung, soll die oder der neue Bauamtsleiter loslegen.

Rathaussprecherin Imke Bär sagt: „Es handelt sich bei den Kandidaten, die in die engere Auswahl gekommen sind, um drei Frauen und fünf Männer.“ Die Bewerber werden demnächst zum Interview ins Rathaus eingeladen. Anschließend müssen sie sich im Assessment-Center, einem anspruchvollen Auswahlverfahren, beweisen. Bär: „Während des Verfahrens werden keine weiteren Information zu den Bewerbern herausgeben.“

Wie berichtet, hatte die Stadt die Stelle im Frühsommer ausgeschrieben, weil sie per Gesetz dazu gezwungen ist. Hintergrund: Vor etwa zwei Jahren erkrankte die damals neu eingesetzte und umstrittene Bauamtsleiterin Angelika Andres für längere Zeit. Bürgermeister Michael Sarach versetzte die Architektin. Ihr Stellvertreter Ulrich Kewersun sprang damals ein.

Der 53-jährige Diplom-Fachwirt brachte, so beurteilen das viele Ahrensburger Politiker sowie führende Mitarbeiter der Verwaltung, das Bauamt wieder in ruhiges Fahrwasser. Doch der erfolgreiche Interimsleiter darf den Posten nicht behalten. So schreibt es die allgemeine Laufbahnverordnung des Schleswig-Holsteinischen Landesbeamtengesetzes vor.

Ein Bauamtsleiter braucht nach Gesetz einen Hochschulabschluss

Das Gesetz sieht nämlich vor, dass ein Bauamtsleiter einen Hochschulabschluss für die Gebiete Stadtplanung, Städtebau oder Architektur haben muss. Ulrich Kewersun, der seit 1992 im Ahrensburger Rathaus arbeitet, hat einen Abschluss an der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung (FHVD) in Kiel-Altenholz. Das qualifiziert den Verwaltungsexperten für den gehobenen Dienst. Die Stelle der Bauamtsleitung gehört allerdings zum höheren Dienst.

Kewersun wird, sobald die oder der neue Leiter seine Arbeit aufnimmt, sich wieder seiner alten Aufgabe widmen, der verwaltungstechnischen Leitung des Bauamtes. Diese Aufgabe habe er, so Kewersun, in der Zwischenzeit nebenbei erledigt. Er sagt über die Monate, die er als Bauamtschef gearbeitet hat: „Es war spannend und hat mir viel Freude bereitet.