Stormarn
Politik

Glinder SPD-Fraktion wählt Frank Lauterbach zum Chef

Glindes neuer SPD-Fraktionschef Frank Lauterbach (Mitte) hier mit Ministerpräsident Torsten Albig (r.) und dem Stormarner Landtagsabgeordneten Martin Habersaat

Glindes neuer SPD-Fraktionschef Frank Lauterbach (Mitte) hier mit Ministerpräsident Torsten Albig (r.) und dem Stormarner Landtagsabgeordneten Martin Habersaat

Foto: René Soukup

Frank Lauterbach ist neuer Fraktionschef der Glinder SPD. Der Ortsvorsitzende setzte sich bei der Wahl gegen Okke Wismann durch.

Glinde.  Der SPD-Ortsvorsitzende Frank Lauterbach ist jetzt auch Fraktionschef seiner Partei in Glinde. Er setzte sich bei den vorgezogenen Wahlen gegen seinen einzigen Kontrahenten Okke Wismann durch, der zweiter Stellvertreter bleibt. Marlies Kröpke wurde als Fraktionsvize einstimmig bestätigt.

Der 54-jährige Lauterbach folgt auf Bernd Wersel, der von den Genossen vor zweieinhalb Wochen aus dem Amt gedrängt worden war. Er hatte im Finanzausschuss bei der Abstimmung über den Umbau der ehemaligen Kneipe Jever Deel am Schulzentrum zu einem Jugendzentrum den Fraktionsbeschluss ignoriert. Ursprünglich waren die Wahlen für November zur Hälfte der Legislaturperiode angesetzt. Zuletzt hatte Kröpke die SPD-Fraktion kommissarisch geführt. Es war der Wunsch vieler Parteimitglieder, dass sie an der Spitze weitermacht. Dafür wollte sich die 64-Jährige aber nicht einspannen lassen. „Ich möchte Zeit haben, mich zu sortieren, nicht eingleisig fahren und Optionen zur Politik prüfen“, so Kröpke zum Abendblatt.

Lauterbach, der seit sechs Jahren Parteivorsitzender ist und als kaufmännischer Angestellter arbeitet, wird bis 2018 der Fraktion vorstehen. Er ist mit Unterbrechung seit Mitte der 80er-Jahre politisch aktiv. Auf der Fraktionssitzung sei das Thema Machtfülle zur Sprache gekommen, sagt Lauterbach. Ämterhäufung will er sich aber nicht vorwerfen lassen. „Bei anderen Politikern klappt es mit der Doppelfunktion auch. Man soll mich an meinen Taten messen.“ Die SPD-Fraktion sei jedenfalls in der Spur, obwohl es noch Diskussionsbedarf gebe. Deshalb plant der neue Chef, die Genossen zu einer weiteren Aussprache zu laden.