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Arr! Yo-ho-ho! Sprich doch mal wie ein Pirat!

„Ahoi, ihr Landratten. Beim Klabautermann macht ihr große Klüsen, wenn ein Pirat spricht. Arr.“

Heute ist „Internationaler Sprich-wie-ein-Pirat-Tag“. Aber warum sprechen Piraten eigentlich so komisch? Und was bedeuten Begriffe wie Aye, Klüsen, Jolly Roger oder Yo-ho-ho?

Piraten waren eine Randgruppe, die meistens unter sich isoliert auf Schiffen lebte. So entwickelten Piraten einen eigenen Sprachjargon. Die Piraten haben viele Füllwörter ohne Sinn, zum Beispiel „Arr“ oder „Yo-ho-ho“, erfunden. Diese kann man heutzutage mit „Ey“ und „Alter“ vergleichen.

Die meisten Begriffe haben aber ein Bezug zur Seefahrt. „Aye“ leitet sich vom englischen „alright“ („in Ordnung“) ab und ist ein kürzeres Wort, um einen Befehl zu bestätigen. Klüsen sind die Löcher im Schiff, durch die der Anker gelassen wird. Wegen ihrer runden Form wurde der Begriff auch für die menschlichen Augen genutzt. Der „Jolly Roger“ ist der Totenkopf auf der Piratenflagge. Warum man den Totenkopf so nennt ist nicht klar, vielleicht geht es auf den indischen Piraten Ali Rajah zurück.

Mit Begriffen wie „chillen“ oder „läuft bei dir“ entstehen auch heute noch eigene Sprachjargons. Französische Jugendliche drehen beim Dialekt Verlan die Silben im Wort um, dabei wird aus „Paris“ dann „Rispa“