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Reform

Oststeinbeker protestieren gegen Schließungspläne der Polizei

Die Wache der Polizei in Oststeinbek ist eine der Stationen, die geschlossen werden soll

Die Wache der Polizei in Oststeinbek ist eine der Stationen, die geschlossen werden soll

Foto: Verena Künstner / HA

Die Wachen in Ammersbek, Oststeinbek, Bargfeld-Stegen und Mollhagen sollen geschlossen werden. Die Bevölkerung protestiert.

Oststeinbek.  Auf dem Marktfest in Oststeinbek am Dienstag haben Hunderte von Einwohnern ihren Unmut darüber ausgedrückt, dass die Polizeistation in ihrer Gemeinde geschlossen werden soll. Auch Wachen in Ammersbek, Bargfeld-Stegen und Mollhagen sollen schließen, die Beamten an größere Dienststellen versetzt werden (wir berichteten). Am Marktstand der Oststeinbeker CDU wurde viel über das Thema gesprochen, die Partei sammelte während der Veranstaltung Unterschriften gegen die geplante Schließung.

„Wegen der Nähe zur Autobahn wird hier oft eingebrochen“, sagt Hans-Joachim Vorbeck, Fraktionsvorsitzender der Oststeinbeker CDU. „Die Beamten geben den Bewohnern ein Sicherheitsgefühl.“ Daher sei es wichtig, dass die Wache bestehen bleibe.

Eine Meinung, die viele Veranstaltungsbesucher teilten: Nach vier Stunden Marktfest hatten mehr als 250 Personen ihre Unterschrift gegen die Schließung der Polizeistation abgegeben. Unter ihnen auch der Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann (CDU). Der 60-Jährige war bereits Anfang September zu Besuch in Oststeinbek, dabei ging es um Themen wie den Schulneubau und die Unterbringung von Flüchtlingen, aber auch um die Schließung der Wache. „Schleswig-Holstein hat die geringste Polizeipräsenz in ganz Deutschland“, sagt er. „Ein Grund mehr, mit meiner Unterschrift dagegen zu protestieren.“

Die Unterschriftensammlung auf dem Marktfest sei erst der Anfang gewesen. Vorbeck: „Wir werden noch einen Stand im Einkaufszentrum aufstellen.“