Stormarn
Kommentar

Kunden können mit ihren Käufen die Läden retten

Laura Treskatis

Laura Treskatis

Foto: bschueck@wmg.loc / HA

Wer sich bei Produkten für lokale Anbieter entscheidet, kann nicht nur sein eigenes Leben erleichtern, sondern auch das der Händler.

Fast jeder kennt ihn: den 20-sekündigen Fernsehspot, mit dem der Online-Händler Amazon für seinen Premiumversand Prime wirbt. Amazon habe ihr Leben erleichtert, lautet der Tenor, den drei Frauen und zwei Männer lächelnd vor der Kamera vermitteln. Doch Online-Giganten wie Amazon, Zalando und Co. machen nicht alles einfacher. Besonders kleine Händler leiden darunter, dass sie ihre Kunden zunehmend ans Internet verlieren. Weil die aber weiterhin beraten werden und die Ware vorher testen wollen, hat sich der Begriff des „Showroomings“ etabliert: Angeschaut wird im Laden, gekauft wird im Internet.

Was für Filialhäuser in Großstädten schon schwer zu verkraften ist, ist für den Einzelhandel in Stormarn ein Desaster. So sterben langfristig die Einkaufsmöglichkeiten im eigenen Wohnort aus. Arbeitsplätze gehen verloren. Und das Dilemma aus Kundensicht: Einen kurzen Fußweg zum ortseigenen Geschäft schlägt auch der schnellste Online-Versand nicht.

Der Vorteil am Online-Shopping: Die Auswahl an Dingen, die von zu Hause aus bequem per Mausklick in den digitalen Warenkorb befördert werden können, scheint unendlich. Es ist daher gut und richtig, dass sich manche Stormarner Ladenbesitzer jetzt diesem Kaufverhalten anpassen und mit einem eigenen Online-Shop auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen. Wer sich jetzt also bei gleich guten Produkten für den lokalen Anbieter entscheidet, kann nicht nur sein eigenes Leben erleichtern, sondern auch das der Stormarner Händler.