Stormarn
Ahrensburg

Bildungsministerin besucht Stormarnschule

Foto: bschueck@wmg.loc / HA

Bildungsministerin Britta Ernst informiert sich über den Umgang der Schüler mit digitalen Medien – und ist überzeugt.

Ahrensburg. Die Stormarnschule in Ahrensburg erhielt am Dienstagnachmittag landesweit als erste ausgezeichnete digitale Modellschule Besuch von der schleswig-holsteinischen Bildungsministerin Britta Ernst. Als eine von zwölf Schulen in Schleswig-Holstein und als einziges Gymnasium im Kreis Stormarn hatte die Stormarnschule bereits im Mai im Wettbewerb „Lernen mit digitalen Medien“ des Bildungsministeriums gewonnen. Nun überzeugte Britta Ernst sich vor Ort von den Einsatzmöglichkeiten digitaler Medien im Unterricht.

Die Referenten steuern ihre Präsentationen übers Tablet

Als die Ministerin den Physikkursus mit astronomischem Schwerpunkt betritt, sind viele der Zwölftklässler mit den neuesten Forschungsergebnissen vom Mars beschäftigt. Schnellen Einblick in den aktuellen Stand erhalten sie über die Seiten des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. „Den Internetzugang schalten wir für die Dauer des Unterrichts frei“, sagt Lehrerin Manuela von Werder. Parallel halten Oberstufenschüler in der sogenannten iPad-Klasse gerade Kurzreferate in Biologie. Hier läuft alles mit Hilfe eines Tablet-Computers, den jeder Schüler in Händen hält. Die Referenten steuern übers Tablet ihre Präsentation, andere können ihren Mitschülern dank Vernetzung via Apple-TV ihre Aufgaben zeigen. Dort, wo früher grüne Tafeln das Bild bestimmten, sind an der Stormarnschule heute Whiteboards Projektionsfläche für den Beamer, der die digitalen Daten für alle sichtbar macht.

Betreuung durch zehnköpfiges Schülerteam

„Das überzeugt mich total“, sagt Britta Ernst begeistert und erkundigt sich sofort nach der Anwendungssoftware, die die Schüler nutzen. Die Vorteile des digitalen Unterrichts sind für Mai, 18, ganz praktischer Natur: „Man kann an seinen Dokumenten jederzeit noch etwas ändern – und meine Tasche ist kleiner als in der Grundschule.“

Als Lern- und Kommunikationsplattform dient der Stormarnschule seit 2012 die Seite isurfstormarn.de, die für alle Schüler ab der 5. Klasse zugänglich ist. Betreut wird das Netz von einem zehnköpfigen Schülerteam, zu dem auch ehemalige Abiturienten zählen. Auch dieses Netzwerken übers Schulleben hinaus überzeugte die Ministerin: „Uns bewegen Fragen, mit welchen Kompetenzen Schüler die Schule verlassen. Neue Medien spielen eine zentrale Rolle, um sie auf die reale Berufswelt vorzubereiten.“