Stormarn
Kommunalpolitik

Oststeinbek favorisiert Neubau der Grundschule

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Arne Heckt (l.) und SPD-Fraktionschef Christian Höft

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Arne Heckt (l.) und SPD-Fraktionschef Christian Höft

Foto: René Soukup / HA

Oststeinbeks Politiker sehen den Verbleib der Grundschule an der Gerberstraße kritisch. Alternativer Standort soll in der Nähe sein.

Oststeinbek. Es wird ein Millionen-Projekt – egal, für welche Variante sich Oststeinbeks Kommunalpolitiker entscheiden. Noch steht die Gemeinde bei der Frage, wie es mit der Helmut-Landt-Grundschule weitergeht, ganz am Anfang. Doch die Mehrheit der Entscheidungsträger betrachtet eine Sanierung der Bildungseinrichtung eher skeptisch. Sie favorisieren einen Neubau an einem anderen Standort.

Zu den Befürworten dieser Lösung zählt der CDU-Fraktionsvorsitzende Hans-Joachim Vorbeck. Er sagt: „Auch meine Partei denkt so.“ In der SPD hat es laut Fraktionschef Christian Höft schon im November vergangenen Jahres eine Tendenz in Richtung Neubau gegeben. Die Oststeinbeker Wählergemeinschaft (OWG) möchte erst einmal die Meinung von Experten hören, die sich im Auftrag der Gemeinde mit dem Thema beschäftigen. „Aber wir gehen davon aus, dass es nicht sinnvoll ist, das Gebäude zu sanieren“, sagt der Fraktionsvorsitzende Rudi Hametner.

Experten stellen Grundkonzept für Schulneubau vor

Derzeit erstellt das Architektenbüro „petersen pörksen partner“ eine Analyse über die Sanierungsfähigkeit der 1961 gebauten Schule, die nach energetischen Gesichtspunkten veraltet ist. Am 10. September werden die Experten beim Treffen der Lenkungsgruppe, zu der Vertreter von Parteien und Verwaltung sowie Rektorin Kerstin Nitschmann gehören, darüber berichten. Auch stellen sie ein Grundkonzept für einen Schulneubau vor.

„Gegen einen Umbau der bestehenden Schule spricht die Tatsache, dass er nur schrittweise erfolgen kann und sich dementsprechend in die Länge ziehen würde“, sagt der stellvertretende CDU-Vorsitzende Arne Heckt. Es sei den Kindern nicht zuzumuten, über Jahre auf einer Baustelle zu lernen.

Bevor die Planungen für die Schule beginnen, muss Oststeinbek ein Pädagogikkonzept und ein Raumprogramm festlegen, das auch die Offene Ganztagsschule einbezieht, sowie die Standortfrage klären.

Grundschule stößt an ihre räumlichen Kapazitäten

Eine mögliche Fläche für einen Neubau befindet sich an der Brückenstraße gegenüber der Feuerwehrwache. Dort gibt es einen B-Plan für eine Schule. Diese Variante schließen die Politiker aus. Sie bevorzugen eine Bildungseinrichtung in unmittelbarer Nähe der Kita Meessen und der Walter-Ruckert-Sporthalle. Im Gespräch ist unter anderem eine Fläche nördlich des Breedenwegs, bekannt als Allianz-Gelände. Die Gemeinde müsste sie kaufen. „Ich halte einen Baubeginn in 2017 für machbar“, sagt Vorbeck. Mit dem Verkauf des 15.000 Quadratmeter großen Areals an der Gerberstraße könnte Oststeinbek das Projekt teilweise gegenfinanzieren.

Die Helmut-Landt-Grundschule verzeichnet seit Jahren steigende Schülerzahlen und stößt an ihre räumlichen Kapazitäten. Nach den Sommerferien lernen hier 285 Jungen und Mädchen. Die 1. Klasse wird dann vierzügig sein.