Stormarn
Fördergeld

Ahrensburg könnte bald einen Stadtpark bekommen

Bürgermeister Michael Sarach auf der Wiese, die zum Stadtpark werden könnte

Bürgermeister Michael Sarach auf der Wiese, die zum Stadtpark werden könnte

Foto: Mira Frenzel / HA

2008 gründlich geplant, wurde der Stormarnpark am Rathaus dennoch nie angelegt – aus Kostengründen. Das könnte sich nun ändern.

Ahrensburg hat ein Schloss, vier Bahnhöfe, eine Autobahnabfahrt, ein Schwimmbad und noch einiges mehr, was eine Stadt zu einer stattlichen Stadt macht. Was der 32.708-Einwohnerstadt fehlt, das ist ein Stadtpark. Das findet zumindest Bürgermeister Michael Sarach. Dabei liegen Pläne für eine öffentliche Grünanlage schon seit 2008 vor. Bisher allerdings nur in der Schublade des Umweltamtes, weil bisher das Geld zur Realisierung fehlte. Das könnte sich nun ändern, sagt der Verwaltungschef.

Rund einen Hektar groß ist laut Annette Kirchgeorg, stellvertretende Fachdienstleiterin im Umweltamt, die Wiese zwischen Rathaus und dem Sportplatz auf dem Stormarnplatz. Sie gehört der Stadt, liegt zentral und wird derzeit eher selten genutzt. Dort, so sieht es die sieben Jahre alte Planung vor, könnte der Stormarnpark angelegt werden. Kirchgeorg: „Dieser öffentliche Raum hat aufgrund seiner Lage und Attraktivität auch eine besondere Bedeutung für die Innenstadt.“

250.000 Euro würde die Anlage des Stormarnparks kosten

Durch den Park soll im Halbkreis ein Weg, gesäumt von Bäumen, führen. In den Randbereichen sollen bisher noch nicht näher definierte Spielangebote für Kinder und Senioren angeordnet werden. Neben Liegenflächen auf der Wiese sollen Bänke aufgestellt werden. Sarach: „Es wäre eine kleine, grüne Lunge für die Stadt.“

Das Konzept stammt vom Landschaftsarchitekturbüro Kontor Freiraumplanung aus Hamburg. In die Planung sind Ideen von Anwohnern und den Mitgliedern der Beiräte, die die Interessen der Ahrensburger Senioren, Kinder und Jugendlichen vertreten, eingeflossen. Zudem wurden die Verantwortlichen der Begegnungsstätte Peter-Rantzau-Haus sowie des Jugendtreffs Bruno-Bröker-Haus gefragt. Die beiden Häuser grenzen unmittelbar an die große Wiese.

Und auch die Politiker der Stadt konnten sich damals für das Projekt Stormarnpark erwärmen. Die zuerst veranschlagten 500.000 Euro wurden allerdings auf 250.000 Euro gekürzt. Im Budget enthalten waren etwa vorbereitende Arbeiten für einen Parkteich. Der sollte aus Kostengründen aber erst später angelegt werden.

Doch auch der Park selbst kam nicht. Sarach: „Die Politiker haben an anderen Stellen dringenderen Finanzierungsbedarf gesehen und der Posten wurde im Haushalt wiederholt nicht genehmigt.“

Das könnte sich nun ändern. Sarach: „Grund ist die Aufnahme der Stadt in das Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz.“ Ende letzten Jahres hat Ahrensburg die Zusage bekommen, die vor allem möglich wurde, nachdem das Rathaus unter Denkmalschutz gestellt wurde.

In den kommenden Jahren könnten 21 Millionen Euro investiert werden

Die Förderung sieht vor, dass in den kommenden 15 Jahren 21 Millionen in die Aufwertung der Innenstadt investiert werden. Der Bereich erstreckt sich vom Rathaus über das Stadtzentrum rund ums Rondeel bis zum Schlossensemble. Dabei zahlt die Stadt selbst ein Drittel der Kosten, der Löwenanteil kommt von Land und Bund. Sarach: „Das heißt auch, dass der Stormarnpark zu zwei Dritteln gefördert werden könnte.“ Ein Park, so sagt der Verwaltungschef, würde die gesamte Innenstadt aufwerten.

Und der Stadtpark könnte in ferner Zukunft sogar noch wachsen. „Das wäre denkbar“, sagt Sarach. Bisher liegen angrenzend zwei Kunstrasenplätze, auf denen unter anderem die Fußballer des Ahrensburger TSV trainieren und ihre Spiele austragen. Doch immer wieder gab es Überlegungen, die Plätze in einen „Sportpark Beimoor-Süd“ ins Gewerbegebiet auszulagern. Befürworter der Variante finden sich im Rathaus sowie unter den Mitgliedern einiger Fraktionen. Eine Mehrheit der Politik hat sich bisher gegen den Umzug der Plätze ausgesprochen. Dennoch: Planungsrechtlich gibt es laut Andrea Becker, Stadtplanerin im Rathaus, die Option im Flächennutzungsplan.