Stormarn
Kommentar

Wachstum ist wichtig, denn es sichert Stormarns Zukunft

Abendblatt-Mitarbeiterin Julia Sextl

Abendblatt-Mitarbeiterin Julia Sextl

Foto: (FREELENS Pool) Malzkorn / www.malzkornfoto.de

Der Kreis Stormarn zählt zu den bundesweit begehrtesten Regionen, so eine Studie. Das bringt allerdings auch Probleme mit sich.

Stormarn wächst. Das hat nun auch die jüngste Studie zum Thema bundesweite Stadtentwicklung bestätigt. Während anderswo die Einwohnerzahlen sinken, kaum mehr Kinder geboren werden und die Alten immer älter werden, kämpfen Stormarns Kommunen mit dem immer größer werdenden Bedarf an Krippenplätzen und Wohnraum. Dass die Menschen gern nach Stormarn ziehen, liegt nicht nur an der hohen Attraktivität des Kreises, bedingt durch die schöne Landschaft und die Nähe zu Hamburg. Es findet auch ein Generationenwechsel statt:

Besonders in den 1970er-Jahren sind viele Kommunen im Kreis stark gewachsen. Die damals gebauten Häuser werden jetzt nach und nach wieder frei – aber es kommen gleich wieder junge Familien mit Kindern nach. Auch die Nachfrage nach Baugrundstücken steigt stetig. Natürlich hat dies höhere Grundstückspreise zur Folge, denn die Flächen im Kreis Stormarn sind knapp geworden. Und natürlich führt Wachstum zu enormen Investitionskosten für die Kommunen, weil sie für die zugezogenen und künftig geborenen Kinder plötzlich teure Bildungs- und Betreuungseinrichtungen aus dem Boden stampfen müssen. Dass die meisten Stormarner Städte und Gemeinden dennoch mit dem Trend gehen, Neubaugebiete ausweisen und Gewerbe ansiedeln wollen, ist eine kluge Entscheidung.

Kinder kosten die Kommunen zwar viel Geld – sie sichern aber auch unsere Zukunft. Insbesondere wenn sie gern in Stormarn leben, bleiben und später eine eigene Familie gründen.