Stormarn
Standortwechsel

Postagentur in Oststeinbek soll umziehen

Post bleibt erhalten: Der neue Partner des Unternehmens möchte in eine Immobilie direkt gegenüber in die Möllner Landstraße 57 ziehen (Symbolbild)

Post bleibt erhalten: Der neue Partner des Unternehmens möchte in eine Immobilie direkt gegenüber in die Möllner Landstraße 57 ziehen (Symbolbild)

Foto: Paul Zinken / dpa

Die Post in Oststeinbek soll demnächst nicht mehr im Einkaufszentrum sitzen. Neuer Partner will den Standort im Zentrum wechseln.

Oststeinbek.  Die Post in Oststeinbek bleibt erhalten, soll demnächst aber nicht mehr im Einkaufszentrum beheimatet sein. Der neue Partner des Unternehmens möchte in eine Immobilie direkt gegenüber in die Möllner Landstraße 57 ziehen. In dem Haus befindet sich auch eine Bäckerei.

Noch bietet die Kroschke-Bürgerservice-Filiale im Einkaufszentrum den kompletten Post-Service an. Das Unternehmen mit Sitz in Ahrensburg hatte den Mietvertrag für das 134 Quadratmeter große Geschäft zum 31. August dieses Jahres bereits vor Monaten gekündigt, will sich aus dem Bereich langfristig zurückziehen (wir berichteten). Bundesweit betreiben die Stormarner fünf weitere Filialen, drei davon in Berlin sowie je eine in Norderstedt und Wentorf.

Neuer Post-Partner hat noch keinen Mietvertrag vorgelegt

Als der Kroschke-Rückzug in Oststeinbek im März bekannt wurde, war das Entsetzen groß. Vor allem bei vielen älteren Kunden, die den Laden auch als Treffpunkt nutzen. Sie hatten die Sorge, nach Glinde oder Hamburg-Billstedt ausweichen zu müssen. Die Post stellte jedoch schnell klar, den Standort Oststeinbek nicht aufgeben zu wollen.

„Wir haben jetzt einen Partner, der ein Geschäft eröffnen will“, sagt Anja Renziehausen, Regionale Politikbeauftragte bei der Deutschen Post in Hamburg. Zu einem Standortwechsel wollte sie sich nicht äußern. Nur so viel: Eine Neueröffnung Mitte August sei möglich, der Termin müsse jedoch noch abgestimmt werden. Auch mit Kroschke. Einen Mietvertrag habe der neue Partner bisher nicht vorgelegt. Nach Informationen der Abendblatt-Regionalausgabe Stormarn sind noch nicht alle Details geklärt. Renziehausen: „Wir gehen aber nicht davon aus, dass die Kooperation scheitert.“

Es gab mehrere Interessenten für eine Kooperation in Oststeinbek

Hans-Joachim Vorbeck, Oststeinbeks CDU-Fraktionschef und erster stellvertretender Bürgermeister, bestätigte der Abendblatt-Regionalausgabe Stormarn, dass der neue Betreiber der Postagentur in die Möllner Landstraße 57 ziehen will. „Ich hätte es besser gefunden, wenn die Post im Einkaufszentrum bliebe. Aber das ist eine Sache zwischen der Post und dem Geschäftsmann“, sagt der Politiker.

In den vergangenen Monaten hatten sich mehrere Interessenten bei der Deutschen Post gemeldet, die mit dem Unternehmen in Oststeinbek kooperieren wollten. Sie alle wurden zu Gesprächen geladen. Diejenigen, die den Verbleib im Einkaufszentrum präferierten, waren dabei nicht im Vorteil. „Ein Partner kann die Filiale auch an anderer Stelle im Ort eröffnen“, sagte Martin Grundler, Post-Pressesprecher für den Bereich Hamburg und Umgebung, dieser Zeitung im April.