Stormarn
Bargteheide

Zweite „StormArt“-Messe im Frühjahr 2016

Die Organisatoren Stephanie Duwe (v.l.), Marie-Laure Bor, Axel Richter, Eva Maria Witt und Hardy Fürstenau freuen sich auf die zweite Künstlermesse

Die Organisatoren Stephanie Duwe (v.l.), Marie-Laure Bor, Axel Richter, Eva Maria Witt und Hardy Fürstenau freuen sich auf die zweite Künstlermesse

Foto: Isabella Sauer

Nach der Premiere 2014 in Ammersbek erlebt die Künstlermesse „StormArt“ im kommenden Jahr 2016 in Bargteheide eine Neuauflage.

Bargteheide.  Im vergangenen Jahr war sie in Ammersbek, im kommenden Jahr wird sie in Bargteheide sein: die Stormarner Künstlermesse „StormArt“. Der Ortswechsel ist gewollt, ja geradezu Konzept, denn die Ausstellung soll anders sein als andere. Es gibt keine feste Ausschreibung, keine Jury und keinen regelmäßigen Standort. Fest steht nur, dass die Künstler aus dem Kreis Stormarn kommen und ihre Kunst in Stormarn präsentieren. Der Startschuss für die zweite Künstlermesse ist gefallen.

Axel Richter und Hardy Fürstenau organisierten die ersten StormArt

Bildhauer, Maler, Designer und Fotografen treffen sich an einem Wochenende, um sich zu vernetzen und ihre Kunst der Öffentlichkeit zu zeigen. Diese Idee hatten 2013 Axel Richter und Hardy Fürstenau. Sie organisierten die ersten StormArt 2014 in Ammersbek. Sie sagen: „Das Wochenende ist sowohl ein Wagnis für die Künstler als auch für die Besucher.“ Anstatt auf eine strenge Vorauswahl legen sie Wert auf eine große Beteiligung quer durch die gesamte Stormarner Szene. Somit können sich auch unbekannte Künstler einer breiten Öffentlichkeit stellen.

Die Erstellung eines Konzepts, das es aus der Sicht der beiden Initiatoren gar nicht wirklich gibt, hat nun ein weibliches Trio übernommen. Es organisiert, unterstützt durch die beiden Männer, die zweite Künstlermesse im Frühjahr 2016 in Bartgeheide.

Es war unklar, ob es eine zweite Veranstaltung geben würde

Dass es diese Veranstaltung überhaupt ein zweites Mal geben würde, stand in den Sternen. Grafikdesigner Fürstenau sagt: „Wir wollten abwarten, wie die Resonanz auf die erste Messe war, und danach entscheiden, ob es eine einmalige Sache bleibt oder nicht.“ Es sei immer schon ein Risiko gewesen. Die Männer warfen praktisch einen Stein ins Wasser und warteten gespannt auf die Reaktionen.

Sehr positiv reagierten die Künstlerinnen Stephanie Duwe, Eva Maria Witt und Marie-Laure Bor auf die erste StormArt. Sie nahmen als Künstlerinnen daran teil und waren von der Idee dahinter total begeistert. Duwe sagt: „Das ehemalige Pilotprojekt hat uns so gut gefallen, dass wir im vergangenen Jahr nach der Messe beschlossen haben, die nächste selbst zu planen.“ Sie hätten sich auf der Künstlermesse kennengelernt und seien seitdem befreundet.

Künstlerin Marie-Laure Bor sagt weiter: „Wir wollen mit der Messe neue Gesichter aus dem Kreis Stormarn entdecken, mehr Nähe zwischen Kulturschaffende untereinander ermöglichen und die Distanz zu den Besuchern abbauen.“

Schauplatz des Geschehens: das Bargteheider Stadthaus

Seit 24 Jahren ist Eva Maria Witt Kunstdozentin. Sie liebt das Malen mit Aquarellfarben und Aquarellmischtechniken. Sie war es, die den Bartgeheider Bürgermeister Henning Görtz, auf der Straße auf die Veranstaltung ansprach. Sie erinnert sich: „Ich fuhr mittags mit dem Rad durch Bargteheide und traf Görtz zufällig auf der Straße. Ich dachte, dass das meine Chance sei.“ Sie erzählte dem Bürgermeister von der StormArt und fragte schließlich nach einem möglichen Standort in Bartgeheide. Görtz informierte sich beim Ammersbeker Bürgermeister Horst Ansén über die Veranstaltung. Görtz: „Er hat mir gesagt, dass es eine tolle Künstlermesse gewesen sei und sie viel Spaß gemacht habe.“ Somit war die Entscheidung gefallen.

Schauplatz des Geschehens für die zweite StormArt ist das Bargteheider Stadthaus. Am Sonnabend und Sonntag, 23. und 24. April 2016, verwandelt es sich in eine freie Fläche für Künstler. Frei ist auch der Eintrittspreis für die Besucher. Die Miete für das Stadthaus muss auch nicht gezahlt werden. Die Stadt erweist sich als Kunstförderer, verzichtet auf die Einnahme. Görtz: „Wir freuen uns, dass die zweite Künstlermesse zu uns kommt.“

Hohe Kosten, hoher Zeitaufwand

Die Kosten für die Veranstaltung sind hoch. Der zeitliche Aufwand für die Planung ebenso. Die Ölbilder-Malerin Marie-Laure Bor sagt: „Die Kosten liegen voraussichtlich bei rund 12.000 Euro. Mithilfe von Fördergeldern und Sponsoren soll ein großer Teil der Summe gedeckt werden.“ Ab dem 15. Juli starte eine Interessensbekundungsphase. Bor erklärt, warum: „Interessierte Künstler können sich bei uns melden und ihr Interesse bekunden. Diese Phase geht bis zum 30. September. Bis dahin soll auch feststehen, wie viel Fördergeld und Spenden wir für die Veranstaltung zusammenbekommen haben. Erst dann kann die Standgebühr für die Künstler errechnet werden.“ Momentan plane das Organisations-Team mit einer Teilnehmergebühr zwischen 60 und 75 Euro.

Ab dem 1. Oktober bis zum 15. November laufe dann das konkrete Anmeldeverfahren. Bor sagt: „Die Platzvergabe für die Messestände verläuft nach der Reihenfolge der Anmeldung. Werden es mehr als 80 Teilnehmer, kommt der Rest auf eine Warteliste.“

Es gibt Grillwürste und Kuchen

Rund 100 Künstler und 1000 Besucher waren es 2014 in Ammersbek. Axel Richter, der selbst Bildhauer ist und zugleich der Leiter des Ammersbeker Kunsthauses am Schüberg, einer Einrichtung des Kirchenkreises Hamburg-Ost, sagt: „Wir hoffen auf noch mehr Besucher.“ Es sei spannend, dass kein Künstler wisse, wer sein Stand-Nachbar sei. „Außerdem sind viele Besucher überrascht, wie vielfältig Kunst sein kann.“ Es sei ein Wagnis für alle.

Kaffee und Kuchen und leckere Grillwürste gehören ebenfalls zur Ausstellung dazu. Die Jugendfeuerwehr Timmerhorn übernimmt die Bewirtung und trägt zum Zusammengehörigkeitsgefühl bei. Weitere Informationen über die Messe gibt’s im Internet unter www.stormart.de.