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Warum beobachten wir etwas mit Argusaugen?

Vorgeben, die Hausaufgaben zu machen, ins Zimmer verschwinden und heimlich am Computer spielen: Wer das vorhat, der möchte von seinen Eltern nicht hören: „Ich werde mit Argusaugen beobachten, wie du deine Hausaufgaben erledigst.“ Das hört sich nämlich so unerfreulich an, wie es ist. Das Sprichwort bedeutet, dass jemand einem anderen Menschen ununterbrochen zuschaut und ihn kontrolliert.

Das Sprichwort über das Beobachten mit Argusaugen stammt aus der griechischen Mythologie. Das ist eine Sammlung von mehreren Geschichten, die das Leben der vielen Götter und Helden erzählt, an die die Griechen vor mehr als 2000 Jahren glaubten.

Argus ist in einer Geschichte ein Riese mit 100 Augen. Die Hälfte seiner Augen konnte sich ausruhen, und die anderen 50 Augen konnten unermüdlich beobachten und kontrollieren. Vor allem Io, die Tochter eines Flussgottes. Io hatte Zeit mit Heras Ehemann, dem Götterkönig Zeus, verbracht. Hera war deswegen eifersüchtig und beauftragte Argus. Sie wollte so verhindern, dass Io den Zeus wiedersieht.

Das Beobachten ist Argus übrigens nicht gut bekommen. Zeus ließ den Riesen töten. Seine 100 Augen soll Hera daraufhin an die Pfauen weitergegeben haben. Diese Augen könnt ihr euch anschauen, wenn der Vogel sein Gefieder ausbreitet.