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Tote Zehnjährige: Raser steht vor Gericht

Ein Jahr nach dem Unfall muss sich der Fahrer des Wagens jetzt wegen fahrlässiger Tötung verantworten

Ein Jahr nach dem Unfall muss sich der Fahrer des Wagens jetzt wegen fahrlässiger Tötung verantworten

Foto: Michael Rauhe

Ein Jahr ist seit dem tragischen Unfall mit einem Lastwagen vergangen. Kommenden Montag steht der 52 Jahre alte Fahrer verantworten.

Reinbek.  Mehr als ein Jahr ist seit dem tragischen Unfall mit einem Lastwagen im Reinbeker Ortsteil Schönningstedt vergangen, bei dem ein zehnjähriges Mädchen zu Tode kam. Am Montag, 29. Juni, muss sich der 52 Jahre alte Fahrer des Wagens ab 9 Uhr wegen fahrlässiger Tötung vor dem Amtsgericht Reinbek verantworten. Das Unglück geschah Mitte Mai 2014: Das zehn Jahre alte Mädchen war nach Schulschluss mit dem Fahrrad unterwegs und hielt an einer roten Ampel an der Kreuzung Schönningstedter Straße/Sachsenwaldstraße an.

Zur selben Zeit näherte sich ein Lastwagen mit überhöhter Geschwindigkeit aus Richtung Aumühle der Kreuzung. Der Fahrer verlor die Kontrolle über das Fahrzeug, es kam von der Straße ab und geriet auf den Grünstreifen. Anschließend prallte es gegen einen Ampelmast. Das an der Kreuzung wartende Mädchen wurde von dem umstürzenden Ampelmast getroffen, es starb zwei Tage später an seinen schweren Verletzungen. Laut den Berechnungen eines DEKRA-Gutachters war der Fahrer mit Tempo 82 von der Straße abgekommen. Hätte er sich an die erlaubte Geschwindigkeit von Tempo 50 gehalten, hätte er den Zusammenstoß verhindern können, hieß es in dem Bericht.