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Sabine Erler freut sich auf neue theologische Aufgabe

Pastorin Sabine Erler widmet sich in den letzten fünf Jahren ihres Berufslebens in einem selbst gewählten Projekt des Kirchenkreises Hamburg-Ost dem Thema „Trauerkultur im Wandel“. Für den Friedhof in Hamburg-Öjendorf forscht die 59-Jährige aktuellen Strömungen nach und entwickelt auch neue Angebote. „Ich freue mich sehr darauf, nach 20 Jahren in Barsbüttel und 32 Jahren als Gemeindepastorin wieder mehr theologisch arbeiten zu können“, sagt sie. An manchen Tagen sei das zu kurz gekommen, da die Verwaltung immer mehr Raum einnehme.

„Bei Beerdigungen hat man häufig zu den Menschen einen sehr intensiven Kontakt“, sagt Erler zu den Gründen, warum sie sich die Trauerkultur ausgesucht habe. Auch hat die Zeit als Auslandspastorin in Schottland sie geprägt. Dort gebe es das Sprichwort „Man bereut nicht die Dinge, die man getan hat – sondern die Dinge, die man nicht getan hat“. Ein Bestattungswesen wie in Deutschland gebe es dort nicht, jeder könne die Urne von Toten auch im Wohnzimmer aufstellen. Weit verbreitet sei es auch, die Asche in der Natur zu verstreuen. Aber auch hierzulande sei „ganz viel im Umschwung“. Hinzu kommen noch persönliche Erfahrungen. So hat Erler nicht nur ihren Vater, sondern auch ihre Schwester verloren, die ihre letzte Ruhe in einem Friedwald gefunden hat.