Stormarn
Ahrensburg

Peter-Rantzau-Haus feiert 35-Jähriges mit dem Namensgeber

Der als Peter Rantzau verkleidete Siegfried Higgen und  Annette Maiwald-Boehm, Leiterin des Hauses, emfangen die Gäste

Der als Peter Rantzau verkleidete Siegfried Higgen und Annette Maiwald-Boehm, Leiterin des Hauses, emfangen die Gäste

Foto: Harald Klix / HA

Peter-Rantzau-Haus in Ahrensburg hofft auf Förderung beim Programm „Engagierte Stadt“. Hunderte Besucher kommen zum Tag der offenen Tür.

Ahrensburg. Zum 35-jährigen Bestehen des Peter-Rantau-Hauses in Ahrensburg gab sich auch der Namensgeber die Ehre. Originalgetreu verkleidet wie der Erbauer des Schlosses, der von 1535 bis 1602 gelebt hat, empfing Siegfried Higgen Hunderte von Besuchern in dem Treffpunkt für Alt (überwiegend) und Jung (immer mehr) am Stormarnplatz. Auf der Suche nach dem Kostüm waren die Organisatoren in Bad Segeberg fündig geworden.

„Unser Haus lebt vom ehrenamtlichen Engagement“, sagte Leiterin Annette Maiwald-Boehm, „und an diesem Tag gilt allen Helfern unser besonderer Dank.“ Rund 170 Ehrenamtler füllen das 1200 Quadratmeter große Gebäude mit Leben. Etliche Gruppen – vom Töpfern über dass Seniorentheater bis zu den Computerexperten – präsentierten ihre Angebote. Der Peter-Rantzau-Haus-Chor um Dirigent Heinz Jung empfing die Gäste mit dem Lied „Nimm dir Zeit zu leben“, die Sqauredancer und weitere Tänzer sorgten für Unterhaltung.

Ahrensburger sind beim Wettbewerb unter den besten 55 von 272 Kandidaten

Annette Maiwald-Boehm möchte das Programm noch weiter ausbauen – und neue Freiwillige gewinnen. Auch deshalb hat sich der Träger, die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Ahrensburg, beim Wettbewerb „Engagierte Stadt“ beworben. Das Bundesfamilienministerium, fünf Stiftungen und ein Unternehmen loben mehr als drei Millionen Euro aus, um Ehrenamtler zu fördern. Die Ahrensburger sind unter die besten 55 von 272 Kandidaten gekommen. „Bis zu 50 Projekte sollen am Ende für drei Jahre gefördert werden“, sagt Maiwald-Boehm.

Sie hofft, zu den ausgewählten Projekten zu zählen: „Dann könnten wir Strukturen aufbauen, um uns für noch mehr Ehrenamtliche attraktiv zu machen.“ Dazu gehöre auch die Weiterbildung, die man den Helfern anbieten könne.

Bereits 1964 hatten mehrere Verbände aus der Stadt eine Begegnungsstätte im ehemaligen Bürgermeisterhaus (neben der heutigen Volkshochschule an der Bahnhofstraße) eingerichtet. 1980 wurde das Peter-Rantzau-Haus an der Straße Woldenhorn eröffnet.

Weil dort der Platz immer knapper wurde, stimmten die Kommunalpolitiker nach langen Diskussionen für den vier millionen Euro teuren Neubau neben dem Rathaus. Die Stadt ließ von der Firma Urbach bauen und zahlt die Kosten in Raten zurück. Im Februar 2011 feierten Mitarbeiter und Besucher den Einzug.