Stormarn
Kommentar

Ahrensburg muss in das Stadtmarketing investieren

Abendblatt-Mitarbeiterin Mira Frenzel

Abendblatt-Mitarbeiterin Mira Frenzel

Foto: Birgit Schücking

Ein vernünftiges Marketing für Ahrensburg wird dauerhaft Geld kosten. Doch die Investition wird sich auszahlen – und zwar mehrfach.

Mängel am Konzept, das „kein großer Wurf“ ist: Das sind nach Angaben der Fraktionschefs von CDU und WAB die Gründe, die Entscheidung über die Anschubfinanzierung für ein Stadtmarketing in Ahrensburg zu vertagen. Vernünftig, mag der eine über die Ahrensburger Politiker urteilen. Denn Entscheidungen sollten gut durchdacht sein – vor allem, wenn sie etwas kosten. Eine überflüssige Verzögerung einer so oder so notwendigen Maßnahme, werden andere denken.

In der Tat sind in diesem Fall Zweifel unangebracht. Immerhin geht es für eine Stadt der Größe Ahrensburgs um eine vergleichsweise geringe Investition von 15.000 Euro. Es geht auch nicht um ein endgültiges Konzept, das möglicherweise schlecht ist und später nicht umgesetzt werden kann. Es geht um eine grobe Vorplanung. Es geht zunächst einmal darum, Ideen zusammenzutragen, sich auszutauschen, zu vernetzen. Und darum, dass sich die Experten aus den entscheidenden Bereichen abstimmen. Es wird ein Konzept entstehen, an dem bei Bedarf noch gefeilt werden kann. Und irgendwie muss schließlich gestartet werden.

Dass Ahrensburg ein vernünftiges Marketing braucht, daran sollte niemand zweifeln. Es wird auch dauerhaft Geld kosten. Doch die Investition wird sich lohnen. Greift das Marketing, kommen neue Unternehmen, spülen Gewerbesteuer in die Kasse. Es kommen Neubürger, die Einkommenssteuer zahlen. Und es kommen Touristen, die in den Hotels der Stadt übernachten, in den Restaurant essen und in den Geschäften einkaufen.