Stormarn
Ostküstenleitung

Bundesrat stimmt für Aufnahme ins Erdkabelprojekt

Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Robert Habeck

Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Robert Habeck

Foto: dpa Picture-Alliance / Daniel Bockwoldt / picture alliance / dpa

Der Bundesrat ist für die Aufnahme der Ostküstenleitung ins Erdkabel-Pilotprojekt. Die Entscheidung trifft allerdings das Parlament.

Kiel.  Im Zuge der Planungen zur Ostküstenleitung hat der Bundesrat zugestimmt, die geplante 380-Kilovolt-Leitung als Pilotstrecke für eine Teilerdverkabelung auszuwählen. „Das ist ein gutes Signal für die Region und ein starkes Zeichen in Richtung Bundestag“, sagt der schleswig-holsteinische Umweltminister Robert Habeck (Grüne). „Ich hoffe sehr, dass das Parlament sich diesem Votum anschließt und die Ostküstenleitung in das Bundesbedarfsplangesetz aufnimmt.“

Damit wären die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, die Ostküstenleitung auf Teilstrecken in die Erde zu legen. Denn bislang sind solche Erdverkabelungen auf der Höchstspannungsebene nur für vier Teststrecken zulässig – bundesweit. Es handelt sich um ein Pilotprojekt der Bundesregierung. Während des ersten Abschnitts des Dialogverfahrens war von Seiten der Bürger immer wieder die Frage laut geworden, ob die Trasse in Teilen unter die Erde gelegt werden könne (wir berichteten).

Die neue Stromautobahn ist nötig, um die steigenden Mengen an Windstrom aus dem Norden in den Süden zu transportieren. Die Leitung wird auch durch Stormarn führen, geplant ist eine Trasse entlang der derzeitigen 220-Kilovolt-Leitung. Sie führt unter anderem an den Orten Travenbrück, Rehhorst und Mönkhagen vorbei.