Stormarn
Am Mühlenteich

Reinbeker Politiker stimmen gegen die Fischtreppe

Reinbeks Bauamtsleiter Sven Noetzel am Mühlenteich

Reinbeks Bauamtsleiter Sven Noetzel am Mühlenteich

Foto: René Soukup

Das Bauprojekt am Mühlenteich sollte 2,63 Millionen Euro kosten. Ende 2014 wurde mit Kosten von 1,8 Millionen Euro gerechnet.

Reinbek. Vorläufiges Aus für die Fischtreppe am Mühlenteich-Wehr in Reinbek: Bei ihrer jüngsten Sitzung haben sich die Stadtverordneten gegen das umstrittene Projekt ausgesprochen. Besser gesagt: gegen den Vorschlag der Verwaltung gestimmt, zusätzliche 828.000 Euro für das Projekt zu bewilligen. Schon im Vorwege der Sitzung war deutlich, dass es keine politische Mehrheit für das Bauprojekt gibt (wir berichteten ).

Der Hintergrund: Ende des vergangenen Jahres wurden die Kosten für die Fischtreppe noch auf 1,8 Millionen Euro geschätzt. Inzwischen ist die Summe auf 2,63 Millionen Euro gestiegen. Die Differenz sollten nun die Stadtverordneten genehmigen – doch die wollten mehrheitlich nicht mehr. Doch der Rückzug aus dem Projekt ist für die Stadt nicht ohne Schaden: Bereits 140.000 Euro hat Reinbek für die Planung der Fischtreppe ausgegeben. Sie sollte Aalen, Schleien und anderen Fischen ermöglichen, zu den Laichgewässern im Oberlauf der Bille zu kommen. Zudem sollten der marode Wehrstieg und die denkmalgeschützte Ufermauer erneuert werden.

Neue Flüchtlingsunterkünfte werden im Stadtteil Krabbenkamp aufgestellt

Mehrheitlich beschlossen wurde von den Stadtverordneten unterdessen die Aufstellung von zwei Wohncontaineranlagen im Stadtteil Krabbenkamp. In die Unterkünfte sollen bereits im Juni 32 Flüchtlinge einziehen können (wir berichteten ). Die Stadt wird die Wohncontainer für 9600 Euro pro Monat anmieten, hinzu kommen unter anderem die Aufstellung, Erschließung und Erdarbeiten. Die Kosten für dieses Projekt belaufen sich für 2015 auf rund 186.000 Euro.

Im ersten Quartal dieses Jahres wurden der Stadt 42 Flüchtlinge zugewiesen, wegen Platzmangels mussten jedoch neun von ihnen in anderen Kommunen untergebracht werden. Zurzeit beherbergt auch das Rathaus Flüchtlinge.