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Glinde

Volles Programm gegen Rassismus und Neonazis

Bürgerinitiative Glinde gegen rechts informiert, diskutiert und protestiert vom 14. bis 29. März mit zahlreichen Veranstaltungen zu bundesweiter Aktionswoche

Glinde. Mit zahlreichen Veranstaltungen beteiligt sich die Bürgerinitiative „Glinde gegen rechts“ an den bundesweit ausgeschriebenen „Internationalen Wochen gegen Rassismus 2015“ vom 14. bis 29. März.

Zum Auftakt wird am 14. März um 18 Uhr in der Evangelischen Kirche (Willinghusener Weg 69) die Ausstellung „Ich hätte nie geglaubt, noch einmal hierher zu kommen“ eröffnet. Es geht um die Schicksale ehemaliger Zwangsarbeiterinnen in Hamburg. Katharina Hertz-Eichenrode führt ins Thema ein, außerdem ist die Sinti-Band „Gipsy Moments“ zu hören. Die Ausstellung läuft bis zum 21. März.

Mit dem Phänomen „Frauen in der rechten Szene“ beschäftigt sich der Vortrag von Johanna Sigl am 16. März im Gutshaus Glinde (Möllner Landstraße 53). Die Glinder Kita „Wirbelwind“ (Gerhart-Hauptmann-Weg 24) lädt am 17. März von 10 bis 11.45 Uhr zu einem Programm unter dem Motto „Alle anders – alle gleich“ ein. Dort wird unter anderem aus einem deutsch-türkischen sowie aus einem deutsch-russisch/kasachischen Kinderbuch gelesen. Am 22. März gibt es um 11 Uhr ein „Interkulturelles Frühstück“ in der Glinder Moschee (Tannenweg 5). Eine Lesung für Jugendliche mit dem Autor Nils Mohl veranstaltet die Stadtbücherei in Glinde (Markt 2) am 25. März um 17 Uhr. An der Mahnwache am Glinder Berg (Möllner Landstraße 37) ist HipHopRap von „Boykott“ beim „Konzert am Berg“ am 28. März um 13 Uhr zu hören.

Täglich wird von 17 bis 19 Uhr (sonnabends 13 bis 15 Uhr) eine Mahnwache am Glinder Berg abgehalten, zu der um rege Teilnahme gebeten wird. Daneben gibt es einen Büchertisch zum Thema Rassismus in der Bücherkate (Dorfstraße 2), zweimal ein Offenes Plenum der Bürgerinitiative sowie sonntägliche Begegnungen bei Kaffee und Kuchen in der Evangelischen Kirche (17 bis 19 Uhr).

Die Bürgerinitiative „Glinde gegen rechts“ wurde im September 2011 mit dem Ziel gegründet, durch Protest die Schließung des Thor-Steinar-Ladens in der Stadt zu erreichen. Dort wird Kleidung verkauft, die bei Rechtsextremisten beliebt ist. Das Geschäft existiert noch immer. Vor dem Gebäude halten die Glinder fast täglich Mahnwache. Außerdem organisiert die Initiative, die inzwischen deutschlandweit bekannt ist, Demonstrationen sowie Veranstaltungen, engagiert sich für Flüchtlinge und macht sich für Integration stark. Für ihren Einsatz gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus wurde „Glinde gegen rechts“ 2014 mit dem Deutschen Bürgerpreis für Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Die Initiative gewann in der Kategorie Alltagshelden.