Stormarn
Leserbriefe an die Redaktion

Leserbriefe an die Redaktion

Argumentation passt nicht

10. März: „Wie viel Spaß verträgt Ahrensburg? Nein der Politik zum Oktoberfest in der Innenstadt löst Debatte über Lärm und Belebung aus“

Wenn Frau Doris Unger (SPD) sagt: „Ein Oktoberfest passt nicht nach Norddeutschland“, dann passt ein Weinfest auch nicht hierher! Ich würde das Oktoberfest gern besuchen.

Charly Mölck

Ab ins Gewerbegebiet

Das Oktoberfest hat keine Tradition in Ahrensburg, und es muss auch nicht zur Tradition werden. Die Anlieger der Großen Straße müssen als Folge des Stadtfestes schon die Vermüllung, die Urinierung durch die Besucher und den Lärmterror durch die Musik ertragen. Mit dem Weinfest und vier verkaufsoffenen Sonntagen leistet die Innenstadt genug zur Bespaßung. Es fällt auf, dass die eifrigsten Befürworter wie Götz Westphal, Matthias Stern und Bürgervorsteher Wilde sowie die Inhaber der profitierenden Geschäfte alle nicht in der Innenstadt wohnen und somit den Belästigungen auch nicht ausgesetzt sind. Wenn Oktoberfest in Ahrensburg, dann im Gewerbegebiet.

Werner Schwiderski, Ahrensburg

Idealer Platz zum Feiern

Ahrensburgs Innenstadt ist lebendig und attraktiv. Ein Magnet für die Menschen aus den umliegenden Ortschaften. Sie kommen gern, kaufen ein und genießen das Flair. Dieses Image muss aber immer wieder neu erworben werden. Stadtfest, Weinfest, Oktoberfest, Weihnachtsmarkt sind doch nur wenige Anlässe, den Menschen die Möglichkeit zum gemeinsamen Feiern zu lassen. Mit den Randerscheinungen wie Lärm und Müllbeseitigung wird man sich arrangieren können. Und die Große Straße ist der ideale Platz dafür. Hier hat eine fröhliche Stimmung den entsprechenden Rahmen. Zum Glück ist die Innenstadt nicht so verschlafen wie in anderen Städten Schleswig-Holsteins.

Volkmar Rosink

Herbstfest am Schloss

Ein Vorschlag: statt bayerisch-weißblauer Folklore – ein jahreszeitliches Fest. Statt bajuwarischem Paulaner – nordisches Holsten! Wir können auch – ohne aus dem äußersten Süden der Republik das Fest zu entlehnen – feiern. Wir benötigen weder Dirndl noch Lederhosen, auch bei uns gibt es – wenn es denn sein muss – Trachten oder Ähnliches. Ahrensburgs Bürgermeister und der Bürgervorsteher müssen sich des Spaßes nicht enthalten: Auch hiesige Bierfässer kann man gut gelaunt anstechen. Wir brauchen den Bayern ihr Oktoberfest nicht zu stehlen. Lassen wir ihnen, was ihnen gehört.

Alternativen zum Namen: Ahrensburger Herbstfest, Stormarner Herbstfest, Holsteiner Herbstfest. Terminalternative: Herbstanfang, 23. September 2015. Zur Einstimmung auf den goldenen Oktober. Alternativen des Wo: Rondeel oder hinter Rathaus und Peter-Rantzau-Haus (Stormarnplatz) ohne Sport zu behindern oder im Schlosspark, schräg gegenüber der Schlosskirche und den Gottesbuden oder hinter dem Marstall oder doch Große Straße. Die Schützengilde ist für diesen Zweck wohl etwas weit vom Schuss. Ganz nebenbei: „Herbstfest am Schloss“ wäre doch nicht abwegig. Und hiesige Gastronomie könnte dafür sorgen, dass die ganze Stadt in Herbstfestlaune gerät. Die Kaufleute im Stadtforum sollten alle Mitglieder auffordern, die Schaufenster entsprechend zu dekorieren.

Norbert Jobmann, Ahrensburg

17 und 4 Spaßbremsen

Nun hatten wir drei Oktoberfeste, und jedes Mal verdoppelte sich die Zeltfläche. Das ist genau das, was Ahrensburg braucht. Aber da sind 17 und 4 Spaßbremsen, die die begeisterten Bürger auf die grüne Wiese schicken wollen. Man sieht es an unserem Schützenfest, was geschieht, wenn man im Abseits feiert. Genauso wird es dann mit dem Oktoberfest enden. Sicherlich freuen sich auch die Geschäftsleute abends und am verkaufsoffenen Sonntag, wenn sich die Ahrensburger im Gewerbegebiet sammeln. Vielleicht sollten die paar Spaßbremsen einfach zu Hause bleiben und die Fenster schließen.

Wolfgang König, Ahrensburg

Die Zuschriften geben die Meinung der Einsender wieder. Kürzungen vorbehalten.

Schreiben Sie an stormarn@abendblatt.de oder per Post an die Regionalausgabe Stormarn des Abendblattes, Große Straße 11/13, 22926 Ahrensburg