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Wer erfand eigentlich den kostenlosen Notruf 112?

Foto: han cul bra,han cul bra / picture alliance / dpa

Der 11.2. ist der Tag des Europäischen Notrufs 112. Die Idee zum einheitlichen Alarmruf hatte das Ehepaar Steiger aus Baden-Württemberg.

Heute ist der 11.2., und das ist der Tag des Europäischen Notrufs. Das Datum hat die Europäische Union (EU) natürlich nicht zufällig gewählt, denn die 112 ist die überall in der EU gültige und kostenfreie Notrufnummer. Aber auch anderen Ländern wie der Schweiz, der Türkei, Island, Norwegen und Russland bekommt man Hilfe im Notfall. Sogar in China, Kanada und den USA funktioniert die 112: Dort werden Anrufer automatisch an die örtliche Einsatzzentrale weitergeleitet.

Wenn ihr mal einen Unfall melden wollt, bekommt ihr von den Mitarbeitern am Telefon Anweisungen und Hilfestellungen. Wichtig ist es, möglichst ruhig zu bleiben und die fünf W-Fragen zu beantworten: Wo ist der Notfall/Unfall? Was ist geschehen? Wie viele Verletzte/Betroffene sind zu versorgen? Welche Verletzungen oder Krankheitszeichen haben die Betroffenen? Selbstverständlich sollte man nur anrufen, wenn es wirklich ernst ist.

Die Idee zum einheitlichen Alarmruf hatte das Ehepaar Steiger aus Baden-Württemberg. 1969 starb ihr neun Jahre alter Sohn Björn nach einem Verkehrsunfall an einem Schock. Wären die Rettungskräfte schneller gewesen, hätte er eine Überlebenschance gehabt. Die Eltern gründeten daraufhin die Björn-Steiger-Stiftung, um das Notrufsystem zu verbessern. Aktuell soll Deutschland flächendeckend Baby-Notarztwagen bekommen.