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Ahrensburger Hauptausschuss stimmt Stellenplan trotz Kritik zu

Wichtige Ereignisse werfen große Schatten.

Ahrensburg. Die Verabschiedung des Ahrensburger Haushaltsentwurfs 2015, die vom Dezember auf die Stadtverordnetenversammlung am 26. Januar verschoben wurde, beschäftigt die Politik zurzeit in fast jeder Ausschusssitzung. Auch im Hauptausschuss am Montagabend waren zwei Fragen, die den Haushalt betreffen, die wichtigsten Tagesordnungspunkte. Dabei ging es für manche um Feintuning, für andere um Grundsätzliches.

Strittig war bereits im Vorfeld der Stellenplan. Die Finanzexperten der Fraktionen hatten im Abendblatt-Haushaltsgespräch kritisiert, dass die Verwaltung Jahr um Jahr zusätzlichen Finanzbedarf fürs Personal anmelde.

Trotz der im Vorfeld formulierten Kritik wurde der Stellenplan 2015 beschlossen und zur Abstimmung an die Stadtverordnetenversammlung weitergeleitet. Einzig die FDP-Fraktion enthielt sich und äußerte Bedenken gegen zwei Stellenansetzungen: die Stabsstelle für strategische Entwicklung, sprich Stadtmarketing, und eine Stelle im Bauamt der Stadt, bei der es um stadtplanerische Aufgaben geht.

An der Stelle im Bauamt bemängeln die Liberalen, dass sie unbefristet sein soll, obwohl der Ahrensburger Flächennutzungsplan als großes aktuelles Projekt eine Aufgabe ist, deren Abschluss absehbar ist – es werde also ohne Not eine unbegrenzte Beschäftigungsverpflichtung eingegangen.

Unzufrieden ist nicht nur die FDP mit der Lösung fürs Stadtmarketing. Dass Ahrensburgs Innenstadt ein Management braucht, ist unter den politischen Parteien unstrittig. Bezweifelt wird aber, ob die von der Verwaltung geplante Besetzung die bestmögliche ist. Denn es ist offensichtlich, dass mit dem Stadtmarketing eine neue Stelle für die ehemalige Bauamtsleiterin geschaffen werden soll, die am 1. März 2014 nach nur drei Jahren von ihrer Funktion entbunden wurde und für die eine angemessene Stelle benötigt wird.

Bei einem weiteren kritischen Punkt war sich der Hauptausschuss einig, nicht dem Haushaltsplan zu folgen. Angesetzt waren 140.000 Euro für eine Organisationsuntersuchung in der Verwaltung. Gemäß einem Antrag der CDU wurde beschlossen, diese Ansetzung für 2015 komplett zu streichen.