Stormarn
Kommentar

Ein Stück altes Ahrensburg bleibt

Eigentlich sollte die alte Villa, in der sich jetzt das Kompetenzzentrum für gesundes Bauen und Wohnen ansiedelt, abgerissen werden.

So sahen es Ahrensburgs Städteplaner vor, als sie das große Neubaugebiet Erlenhof planten. Das Unternehmen GFG Hoch-Tief-Bau kaufte 40.000 Quadratmeter des Erlenhof-Gebiets und damit auch die Villa. Doch anstatt das alte Gebäude von 1897 plattzumachen, steckt die Baufirma viel Geld in das Gebäude und saniert. Heraus kommt eine bemerkenswerte Kombination: ein wunderschönes, altes Gemäuer in einem Neubaugebiet, gefüllt mit innovativer Technik.

Damit schlägt der Bauherr zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen verfolgt er seine Vision von gesundem Bauen und benutzt die Villa als Anschauungsmaterial: Mit Lehm verputzte Wände strahlen angenehme Wärme ab, es gibt eine Lüftungsanlage, geheizt wird mit einer Erdwärmepumpe und einem Pellet-Kaminofen. Viele der Produkte der Firmen, die im Kompetenzzentrum vertreten sein werden, sind dort bereits verbaut. Interessenten können sich selbst davon überzeugen, welche Baustoffe für ihr eigenes Zuhause in Frage kommen.

Zum anderen erhält die GFG mit der Sanierung der Villa ein Stück des alten Ahrensburger Stadtbildes. Die Villa hat eine lange Geschichte, gehörte früher zum Schloss Ahrensburg. Ein Stück Kultur, mit dem in Ahrensburg in der Vergangenheit zu verschwenderisch umgegangen wurde. Zu viele alte Häuser wurden abgerissen. Dem Stadtbild hat es nicht gut getan.