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Ahrensburger Eltern haben Angst vor Mitschnacker

BMW-Fahrer soll versucht haben, einen Drittklässler in sein Auto zu locken

Ahrensburg. Mitschnacker-Angst in Ahrensburg: An der Grundschule Am Aalfang am Ahrensfelder Weg soll ein unbekannter Mann einen Drittklässler angesprochen haben. Offenbar habe der Mann den Jungen am Donnerstag in sein Auto locken wollen, so steht es in einem am Freitag veröffentlichten Schreiben der Schule an die Eltern, das seitdem mehrfach im Internet im sozialen Netzwerk Facebook geteilt worden ist.

Ein Sprecher der Polizei bestätigt, dass der Vorfall am Donnerstagabend von Beamten der Polizeistation Ahrensburg aufgenommen worden ist. Er soll sich nach Angaben der Mutter des Jungen gegen 13 Uhr ereignet haben.

Laut dem Schreiben der Schulleitung fuhr der mutmaßliche Mitschnacker einen schwarzen BMW. Demnach soll der Mann zu dem Drittklässler gesagt haben: „Deine Mutter hat mir erzählt, ich soll dich nach Hause bringen.“ Die Rektorin der Schule, Birgit Schirrmacher, betont in dem Schreiben, es sei daraufhin in allen Klassen über den Vorfall gesprochen worden. Außerdem seien die Kinder daran erinnert worden, den Schulweg nicht allein anzutreten und besonders aufmerksam zu sein.

Auch an die Eltern appelliert die Schulleitung: Sie sollen ihre Kinder ebenfalls sensibilisieren und auf Gefahren hinweisen, die von Mitschnackern ausgehen. Außerdem sollte der Schulweg der Kinder gut geplant werden: Die Schüler sollten am besten in Gruppen gehen und gegebenenfalls von einem Erwachsenen begleitet werden.

Die Polizei ermittelt nun in dem Fall und prüft, ob eine strafbare Handlung vorliegt. Als Anhaltspunkt gibt es derzeit offenbar nur die Aussage des Jungen. Laut Polizei sind in Ahrensburg derzeit keine vergleichbaren Fälle bekannt.