Stormarn
Ahrensburg

Das plant Stormarn für 2015

In der Serie Stormarns Agenda stellen wir ab Sonnabend die wichtigsten Projekte in den Städten und Gemeinden vor

Ahrensburg. Die Verantwortlichen in Stormarns Kommunen haben sich auch für das kommende Jahr zahlreiche Projekte auf die Agenda geschrieben, die entweder angeschoben, fortgeführt oder ganz konkret umgesetzt beziehungsweise abgeschlossen werden. Ob es nun große oder kleine sind – eines haben sie alle gemeinsam: Sie haben unmittelbare Auswirkungen auf die Bürger. Die Redaktion der Abendblatt-Regionalausgabe Stormarn hat die wichtigsten zusammengestellt zur Agenda 2015. Unter diesem Titel startet am Sonnabend nach Weihnachten eine diesmal siebenteilige Serie. An jedem Erscheinungstag nehmen wir ein Teilgebiet Stormarns unter die Lupe. Der Süden mit den Städten Reinbek und Glinde macht den Anfang. Die letzte Folge erscheint am Montag, 5. Januar, darin steht der Norden um Bad Oldesloe und Reinfeld im Fokus.

Eines ist sofort deutlich: Der finanzielle Spielraum in den Städten und Gemeinden wird nicht größer. Die Reform des kommunalen Finanzausgleichs und die steigende Kreisumlage verschärfen die Situation vielerorts. Selbst die Stadt Bargteheide, die sich lange rühmte, schuldenfrei zu sein, kann diesen Status nur dank eines Griffs in die Rücklagen halten. Vier Millionen Euro wandern dort vom Sparkonto direkt in den laufenden Haushalt. Allzugroße Sprünge dürften angesichts dieser Situation nicht drin sein.

Trotzdem machen Sachzwänge teils hohe Ausgaben unumgänglich. So ist nahezu allen Kommunen prognostiziert worden, dass sie auch im kommenden Jahr verhältnismäßig viele Flüchtlinge werden aufnehmen müssen. Vielerorts dürfte sich ihre Zahl im Vergleich zum Stand heute mehr als verdoppeln. In Ahrensburg zum Beispiel leben zurzeit 118, bis Ende kommenden Jahres sollen es 155 mehr sein. Und Oststeinbek erwartet eine Anstieg von 34 auf 76. Und so steht das Thema Flüchtlingsunterkünfte überall ganz oben auf der Agenda. Ahrensburg investiert dafür knapp eine Million Euro. Gebaut wird am Reeshoop und an der Straße Lange Koppel. In Oststeinbek rechnet derzeit noch ein Architekt verschiedene Varianten durch.

Reinbek (27. Dezember) plant sogar, knapp zwei Millionen Euro in Flüchtlingsunterkünfte zu investieren. Aber auch abgesehen davon stehen in der Stadt alle Zeichen auf Bauen. Der Stadtteil Schönningstedt wächst um das Neubaugebiet am Salteich mit bis zu 66 Wohneinheiten, die Schule Mühlenredder bekommt eine größere Mensa und das Mühlenwehr eine Fischtreppe. Auch Nachbar Glinde lässt bauen: 153 öffentlich geförderte Wohnungen auf dem sogenannten Gleisdreieck. Das Gewerbegebiet an der Wilhelm-Bergner-Straße soll wachsen, an der K 80 entsteht eine neue Lärmschutzwand.

Barsbüttel (29. Dezember) plant unter anderem den Kauf der ehemaligen Tierversuchsanstalt in Willinghusen. In Stellau sollen auf 14 Grundstücken Einfamilienhäuser entstehen. Außerdem zieht der Wochenmarkt weg vom Rathaus hin zum neuen Einkaufszentrum an der Straße Am Akku. Oststeinbek eröffnet eine 3,3-Millionen-Euro-Kita und will die Planung für den Neubau der Grundschule forcieren.

In Trittau und Umgebung (30. Dezember) stehen dagegen viele Fragezeichen in der Agenda: Was wird aus dem Schützenplatz, nachdem Markant keinen Markt bauen will? Wird das Freibad geschlossen? Wie geht es mit dem Großensee-Verkauf weiter? Konkreter: Die Feuerwehr Hoisdorf gründet im Jahr ihres 125. Bestehens eine Jugendwehr.

Planungen stehen auch in Ahrensburg (31. Dezember) im Vordergrund. Der Flächennutzungsplan soll verabschiedet, die 6,45-Millionen-Euro-Sanierung des Rathauses eingetütet werden. Gebaut wird voraussichtlich nur am Parkhaus Alter Lokschuppen. Auch in Ammersbek und Großhansdorf (2. Januar) überwiegen Gedankenspiele für Künftiges.

Bargteheide (3. Januar) spendiert der Dietrich-Bonhoeffer-Schule neue Fachräume. Das Projekt läuft über drei Jahre und kostet 4,8 Millionen Euro. Ein weiteres Millionenprojekt wird dagegen abgeschlossen: Das Freibad wird im Mai durchsaniert sein. Vergleichsweise klein sind die Vorhaben der Dörfer um die Stadt herum. Jersbek zum Beispiel nimmt 17.000 Euro in die Hand, um die Bushaltestelle Op’n Sand behindertengerecht umzubauen.

Im Norden (5. Januar) steht in Bad Oldesloe und Reinfeld der Bau neuer Einkaufszentren bevor. In der Kreisstadt will ein Investor die Trave-Arkaden auf dem Postgelände an der Lübecker Straße hochziehen, in der Karpfenstadt ein anderer Investor das Rathaus-Center.

Doch was wird aus all diesen und den vielen anderen Plänen? Welche werden umgesetzt, welche erweisen sich als Luftschlösser? Das wird die Zukunft zeigen. Sicher lässt sich schon sagen, was aus der Agenda 2014 geworden ist – auch das lesen Sie in der Serie.